BONN – Bevor der BOGK konkrete Anliegen in Bezug auf seine Branchen in die aktuellen Koalitionsverhandlungen in Berlin einbringen wird, hat der Verband anlässlich seiner jüngsten Vorstandssitzung in Düsseldorf auch grundlegende Forderungen aufgestellt:

„In einer offensichtlich immer unruhiger und unberechenbarer werdenden Welt ist es wichtig, dass man in Deutschland und auch in Europa die Zeichen der Zeit erkennt. Eine verlässliche Politik war noch nie so wichtig wie heute“, sagt BOGK – Vorsitzender Konrad Linkenheil.

Symbolpolitik hat hierbei keinen Raum. Es gilt die Probleme gemeinsam anzupacken und Lösungen aufzuzeigen, anstatt vordergründig zu agieren, ohne den Kern des Problems zu bekämpfen. Ein verändertes Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Etiketten zu fordern, um symbolisch den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung zu führen ist beispielsweise falsch. 82 % aller Verbraucher kennen die Bedeutung des MHD. Die Ursachen für Verschwendung liegen somit ganz woanders. So im Umgang der Verbraucher mit frischen Lebensmitteln. Hier wäre eine Aufklärung der Verbraucher wesentlich zielführender als eine gesetzliche Forderung nach einer Änderung des MHD’s.

Auch muss die Politik endlich beim Thema Verbraucher nicht ausschließlich den von NGO’s getriebenen Verbraucherschutz, sondern vielmehr auch den Verbraucherwillen zur Kenntnis nehmen. „Verbraucherschutz ist für uns Lebensmittelhersteller die größte Selbstverständlichkeit überhaupt. Die Folge ist bekannt: Nirgendwo auf dieser Welt sind Lebensmittel so sicher wie in Deutschland und Europa“, ergänzt Linkenheil.

Nirgendwo auf dieser Welt ist jedoch auch das Angebot an Lebensmitteln für den Verbraucher in einer nahezu gigantischen Vielfalt präsent wie in Deutschland und Europa. Die Unternehmen des BOGK bieten ungezuckerte bis stark gezuckerte Erzeugnisse an. Warum? Weil es dem Verbraucherwillen entspricht. Keinesfalls dürfte es dem Verbraucherwillen entsprechen durch übertriebene Reduktionen von Salz, Fett und Zucker den Charakter von bestimmten Lebensmitteln drastisch zu verändern. Zudem muss in die einseitig geführte Diskussion auch die Verzehrsmenge Beachtung finden. Eine Konfitüre enthält Zucker, eine Wurst enthält Fett. Mehr wie eine oder zwei Scheiben Wurst oder mehr wie ein oder zwei Löffel Konfitüre dürften jedoch nicht auf dem morgendlichen Brötchen zu finden sein.

Schließlich muss der Weg trotz oder gerade wegen einer postfaktischen Zeit generell zurück zu Fakten und Tatsachen führen. Auf Basis gesicherter Erkenntnisse kann man dann in einen fruchtbaren Dialog mit der Politik einsteigen.

– PRESSEMITTEILUNG –

Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie e.V.

Büro Bonn

Von-der-Heydt-Straße 9
D – 53177 Bonn

Fon: +49 228 93291-0
Fax: +49 228 93291-20
Mail: info@bogk.org
Web: www.bogk.org