Herbstrüben sind eines der wenigen Gemüse, das besser als Dekoration, denn als Lebensmittel bekannt ist. Denn die „Räbeliechtli“ kennt jedes Kind.

(LID-Mediendienst Nr. 3347)

Im Mittelalter war die Herbstrübe ein beliebtes Gemüse, gar ein Grundnahrungsmittel. Mit der Verbreitung der Kartoffeln verloren die runden, oben violett gefärbten Herbstrüben – im Dialekt „Räbe“ genannt – an Bedeutung. Heute landen sie nicht mehr oft auf dem Teller.

Essbare Laterne

Beliebt sind Herbstrüben allerdings bei Kindern – als „Räbeliechtli“. Dabei wird die Herbstrübe ausgehöhlt und liebevoll verziert. Im Innern der Knollen wird eine Kerze angebracht, deren Licht in den kalten und dunklen November-Nächten für eine warme und stimmungsvolle Atmosphäre sorgt.

Oft singen die Schüler und Kindergärtner während des Umzugs, und am Schluss gibt es ein warmes Getränk. Über die Ursprünge dieses Brauchs ist wenig bekannt: Womöglich handelt es sich um eine Art Erntedank, nachdem die letzten Ackerfrüchte kurz vor dem Winter von den Feldern eingebracht werden.

Kaum Energie, viele Vitamine

Herbstrüben bestehen zu rund 90 Prozent aus Wasser. Deshalb enthalten sie kaum Kalorien. Dafür sind sie reich an Ballaststoffen, an Vitamin C, welches das Immunsystem stärkt, sowie an Kalium und Kalzium. Für den Rohverzehr ungeeignet, lassen sich aus Herbstrüben schmackhafte Eintöpfe und Schmorgerichte zubereiten. Vorzüglich passen Herbstrüben zu Speck. Blätter und Stiele können wie Spinat gekocht werden.

Saison haben die Schweizer Herbstrüben von September bis Dezember.