Kartoffelsorte Agria Bild: swisspatat

Änderungen bei der Übernahme von Verarbeitungskartoffeln der Sorte Agria werden für die Ernte 2018 weitergeführt

Die auf die Ernte 2017 hin versuchsweise eingeführten Anpassungen in den Bereichen Mängelhalbierung bei Kaliber 60+, Backtest und Schorf bei grobsortierter Ware der Sorte Agria Industrie werden ein weiteres Jahr fortgeführt.

Diese Tage werden bereits wieder Gespräche für den Kartoffelanbau 2018 geführt und die Pflanzgutbestellungen werden getätigt. Darum haben Vertreter von Produktion und Industrie die Auswirkungen der auf 2017 hin angepassten Übernahmebedingungen bei Veredelungskartoffeln der Sorte Agria gemeinsam analysiert. Aufgrund der positiven Erfahrungen und nach dem Motto „ein Jahr ist kein Jahr“, einigte sich die Branche darauf, die Anpassungen für Veredelungsware der Sorte Agria versuchsweise ein weiteres Jahr weiter zu führen. Dies nach wie vor mit dem Ziel, möglichst viel Rohstoff zu verwerten und um dem einheimischen Agria-Anbau wieder zu mehr Attraktivität zu verhelfen.

Die wichtigsten Punkte in Kürze

Die Abweichungen betreffen das Kapitel 2 „Kriterien für Annahmeverweigerung & Anforderungen bei sortierten Veredelungskartoffeln“ in den Übernahmebedingungen Veredelungskartoffeln von swisspatat. Die Änderungen gelten ausschliesslich für Kartoffeln der Sorte Agria, die in die Verarbeitung gehen und nur für die Ernte 2018.

Mängelhalbierung:

Bei Kaliber 60+ gilt für Grüne, Schlagschäden, Blauflecken, Dry-Core, Schnecken- und Drahtwurmfrass die Mängelhalbierung.

Backtest

Für Agria gilt eine Mindest-Backnote von 0,8,2,0.

Schorf

Bei der Sofortverarbeitung werden Flach- und Netzschorf sowie Pulver-, Buckel- und Tiefschorf (§114/5) bis zu einem Anteil 25% nicht abgezogen; das heisst, die Annahmeverweigerung für §114/5 liegt bei mehr als 25%. Diese Regelung hat keinen Einfluss auf die Gesamttoleranz.
Bei der Lagerware (Übernahme ab dem 1. September) ist bezüglich Schorf (HUS §114/5) die Annahmeverweigerung von 7% auf 12% erhöht.

Nach Abschluss der Einlagerungskampagne 2018 wird die Situation erneut beurteilt. Der Fokus liegt jedoch nach wie vor auf der Suche nach einer Ersatzsorte, die sowohl die Anforderungen an die Verarbeitung, als auch die Ansprüche der Produzenten zu erfüllen vermag.