CH: Stammen die «Walliser Aprikosen» auch aus dem Wallis?

    Walliser Aprikosen Bild: Kanton Wallis

    Bei 36 Proben von Walliser Aprikosen wurde analysiert, ob diese Früchte wirklich aus dem Wallis stammten. Das Resultat zeigt: Wo «Walliser Aprikosen» auf der Verpackung stand, waren auch Walliser Aprikosen drin.

    Hintergrund

    Wegen des Frostes im Frühling 2017 war bei der Ernte von Walliser Aprikosen mit massiven Ausfällen zu rechnen. Dadurch erhöhte sich das Risiko, dass ausländische Aprikosen als Walliser Aprikosen verkauft und die Konsumentinnen und Konsumenten getäuscht würden. Die Plattform COFF¹ hat daher entschieden, diesem Täuschungs- beziehungsweise Betrugspotential nachzugehen und abzuklären, ob die Herkunftsangabe der in der Schweiz verkauften Aprikosen mit der tatsächlichen Herkunft übereinstimmt.

    Die Dienststelle für Verbraucherschutz und Veterinärwesen (DVSV) Wallis hat die Untersuchungskampagne durchgeführt. Sie entwickelte eine Untersuchungsmethode um Sauerstoffisotopenverhältnisse nachzuweisen. Damit können ausländische Aprikosen von Walliser Aprikosen unterschieden werden.

    Untersuchungsziele

    Ziel der Untersuchungskampagne war es festzustellen, ob die Aprikosen, welche als «Walliser Aprikosen» deklariert und verkauft wurden, auch tatsächlich im Wallis produziert wurden.

    Gesetzliche Grundlagen

    Die Untersuchungskampagne stützt sich auf Artikel 18 des Bundesgesetzes über Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände (SR 817.0 LMG).

    Probenbeschreibung und Prüfverfahren

    Kantonale Lebensmittelvollzugsbehörden haben von Mitte Juni bis Mitte August 2017 schweizweit 36 Proben von frischen Walliser Aprikosen erhoben. Diese wurden an die DVSV Wallis geliefert und dort mit der Isotopenanalytik (IRMS-Methode) auf ihre Authentizität untersucht.

    Ergebnisse und Massnahmen

    Bei allen 36 untersuchten Proben konnte die DVSV analytisch nachweisen, dass die Aprikosen aus dem Wallis stammten.

    Schlussfolgerung

    Aufgrund der Resultate konnte die DVSV feststellen, dass alle eingesandten Proben von Aprikosen richtig deklariert waren. Wo «Walliser Aprikosen» auf der Verpackung stand, waren auch Walliser Aprikosen drin. Die Konsumentinnen und Konsumenten wurden nicht getäuscht.


    ¹ Coordination Food Fraud: eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV), des Bundesamtes für Polizei (Fedpol), der kantonalen Lebensmittelvollzugsbehörden und des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zur Koordination der Bekämpfung des Lebensmittelbetrugs

     

    Eidgenössisches Departement des Innern EDI
    Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und
    Veterinärwesen BLV
    Lebensmittel und Ernährung