Champignons: Erntekosten in Deutschland drastisch gestiegen

    Die Ernte frischer Speisepilze ist aufwendige Handarbeit, diese Ware muss deshalb einen fairen Preis haben. Foto: GMH/BDC

    (ZVG/BDC) Heimische frische Champignons setzen sich im deutschen Markt immer stärker durch. Die jüngste Umfrage des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) im Rahmen der 69. Mitgliederversammlung in Darmstadt zeigt, dass die heimische Champignonproduktion in 2017 voraussichtlich 76.000 Tonnen beträgt. Allerdings haben die deutschen Betriebe mit extremen Steigerungen der Erntekosten zu kämpfen: Von 2015 bis Ende dieses Jahres werden die reinen Erntekosten um 28 Prozent steigen.

    Die empfindlichen Pilze werden von Hand geerntet. Das macht diese Arbeit so aufwendig, die sich in absehbarer Zeit ohne Qualitätsverlust nicht mechanisieren lässt. Auch durch Rationalisierungen konnten die Kostensteigerungen in den letzten Jahren nicht aufgefangen werden. Sie gingen komplett zu Lasten der Produzenten.

    „Höhere Preise sind jetzt dringend erforderlich, um auch in Zukunft frische deutsche Champignons in bester Qualität anbieten zu können. Unsere Betriebe sind technisch auf dem neuesten Stand. Allein mit größeren Mengen und noch intensiverer regionaler Produktion lassen sich die Steigerungen vor allem bei den Erntekosten nicht mehr auffangen“, erklärte der BDC-Vorsitzende Michael Schattenberg die Situation der deutschen Pilzbetriebe.