Laut dem chinesischen Finanzministerium werden ab dem 1. Dezember die Importzölle einiger Konsumwaren gesenkt. Der durchschnittliche Zollsatz wird von 17,7 Prozent auf 7,7 Prozent sinken.

Ab dem heutigem Freitag werden die Zollsätze auf Kosmetikwaren von zehn Prozent auf fünf Prozent, die Sätze auf Kaffeemaschinen von 32 Prozent auf zehn Prozent, die auf Mineralwasser von 20 Prozent auf zehn Prozent gesenkt. Baby-Windeln sowie einige Kindermilchpulver können zollfrei nach China importiert werden.

Eine Besonderheit dieser Zollsatzsenkung ist, dass die betroffenen Waren mit dem Alltagsleben der Menschen eng verbunden sind. Die Senkung betrifft 187 Warenkategorien, darunter Lebensmittel, Pflegemittel, Arzneimittel, chemische Produkte für das Alltagsleben, Kleidung, Schuhe, Hüte, Haushaltsanlagen und andere Produkte des alltäglichen Lebens. Es handelt sie hierbei um die vierte Importzollsenkung für Konsumwaren seit 2015. Zhao Ping von der Forschungsabteilung für internationalen Handel an der Akademie der chinesischen Vereinigung für Handelsförderung sagte:

„Obwohl jährlich die Zölle der importierten Konsumwaren gesenkt werden, verändern sich die betroffenen Warenkategorien. Beliebte neue Produkte werden in die Kataloge geringer verzollter Güter aufgenommen. Die Konsumenten werden sich freuen.“

Experten analysieren, dass die Importzollregelung grenzübergreifenden E-Commerce-Plattformen dienen werde. Mit einer besseren Zollaufsicht ausländischer Einkäufe könnten noch mehr ausländische Produkte durch rechtsmäßige Kanäle nach China importiert werden, da die rechtmäßigen Zollabgaben im Inland erfolgen würde. Angaben der Welttourismusorganisation zufolge machte 2016 das Konsumvolumen der chinesischen Touristen im Ausland 261 Milliarden US-Dollar aus, was einem Wachstum von zwölf Prozent entsprach. Damit sind chinesische Touristen auch die größten reisenden Konsumenten im Ausland.

Bai Ming, Vizechef des internationalen Marktforschungsinstituts der Akademie des chinesischen Handelsministeriums, ist der Ansicht, dass die Importzollsenkung auf Konsumwaren die ganze Welt an den Vorzügen von Chinas Entwicklung teilhaben lassen werde:

„Durch die Zollsenkung kann China einen noch größeren Beitrag zur ökonomischen Globalisierung leisten. Noch mehr Länder können die Vorteile von Chinas Entwicklung genießen und Handelsmöglichkeiten durch den optimierten Konsum in China erwerben.“

Zudem kann die Zollsenkung Warenimporte fördern. Bai Jingming vom chinesischen Finanzministerium hat darauf hingewiesen, diese Maßnahme könnte inländische Konsumwarenproduzenten zwingen, durch Selbstoptimierung auf eine mittlere beziehungsweise hohe Ebene der globalen Wertkette zu steigen:

„Wir bauen Warenimporte aus, was für inländische Produzenten den Konkurrenzdruck erhöht. Dadurch müssen inländische Unternehmen ihre Produktionsstruktur anpassen. Dies wird ihre Entwicklung begünstigen.“