Grafikquelle: BLE, Marktbeobachtung


Äpfel

BLE_4c_de1Einheimische Früchte herrschten vor. Die zahlreichen unterschiedlichen Varietäten wurden in der Regel recht positiv von der Kundschaft angenommen. Das kontinuierliche und freundliche Interesse konnte problemlos gestillt werden. Ab und an fiel die Verfügbarkeit sogar zu üppig aus, sodass man häufig die Forderungen senkte, um eine Räumung nicht zu gefährden. So verbilligten sich in Frankfurt beispielsweise die das Sortiment dominierenden Elstar, Boskoop und Jonagold auf ca. 0,60 € je kg. Generell überzeugte die Qualität der offerierten Chargen. In Hamburg schränkten die Herbstferien zwar die Unterbringungsmöglichkeiten ein, trotzdem verlief die Vermarktung dank leicht reduzierter Aufrufe flott. Die Notierungen für italienische und französische Partien blieben meist konstant, da man die Bereitstellung auf den Bedarf abstimmte. In diesem Segment überwogen Golden Delicious, Granny Smith und Royal Gala. Erste Pink Kiss aus Frankreich komplettierten es in Frankfurt. Hier trafen auch immer noch Importe aus Übersee ein, die summa summarum eine sehr geringe Bedeutung hatten.


Äpfel
Einheimische Früchte herrschten vor. Die zahlreichen unterschiedlichen Varietäten wurden in der Regel recht positiv von der Kundschaft angenommen. Das kontinuierliche und freundliche Interesse konnte problemlos gestillt werden.

Birnen
Italien prägte mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ das Geschehen. Insgesamt präsentierte sich die Nachfrage als zu schwach. Wollte man Bestände vermeiden, musste die Versorgung genügend angepasst werden.

Tafeltrauben
Die Bewertungen wiesen generell uneinheitliche Tendenzen auf: Zum einen stiegen sie infolge verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten an, zum anderen sanken sie aufgrund einer zu üppigen Verfügbarkeit ab.

Kiwis
Italienische Anlieferungen prägten die Szenerie; die Offerten wurden vermehrt in gelegter Aufmachung angeboten. Neuseeländische Partien ergänzten.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Verfügbarkeit dehnte sich generell kräftig aus. Clementinen stammten aus Spanien und Italien, Satsumas zusätzlich aus der Türkei. Spärliche Mandarinen aus Übersee vergünstigten sich häufig.

Zitronen
Spanische Verna und Primofiori dominierten die Vermarktung. Für Importe aus Übersee endete die Kampagne, die letzten Offerten aus Argentinien und Südafrika hatten konditionelle Probleme.

Bananen
Die Bereitstellung wurde generell auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt. Daher kam es hinsichtlich der Notierungen zu keinen wesentlichen Veränderungen.

Blumenkohl
Nur noch örtlich wurde der Handel ausschließlich mit inländischen Produkten gespeist. Wegen der rückläufigen Mengen aus Deutschland und der ungenügenden Alternativen verharrten die Bewertungen auf einem hohen Niveau.

Salat
Die Anlieferungen von deutschem Eissalat verringerten sich, die des spanischen dehnten sich aus. Ab und an zeigten sich die Notierungen stabil. Häufiger bewegten sie sich aufgrund der übersichtlichen Bereitstellung jedoch nach oben.

Gurken
Die Bewertungen sackten ab. Mit den Verbilligungen versuchte man die Unterbringungsmöglichkeiten zu forcieren, was nur mit Mühe gelang. Erschwerend kam hinzu, dass die Güte der mitteleuropäischen Zufuhren in ansteigendem Maß an Kraft verlor.

Tomaten
Das Angebot fiel nicht übertrieben aus. Die mitteleuropäische Erzeugung begrenzte sich, die südeuropäischen weitete sich nicht unkontrolliert aus. Die Einstände fluktuierten in enger Anbindung an den Umfang der Ernte.

Gemüsepaprika
Die Verfügbarkeit überragte augenscheinlich den unaufgeregten Bedarf. Die Händler konnten Vergünstigungen kaum noch vermeiden. Die Distanz der Notierungen mitteleuropäischer und südeuropäischer Chargen verringerte sich.

Zwiebeln
Wie gewohnt trafen Gemüsezwiebeln ausschließlich aus Spanien ein. Bei einer kontinuierlichen Order verharrten die Aufrufe der Vertreiber meistens auf einem unveränderten Niveau.


Grossmärkte


Frankfurt

Spanische Orangen, Navelina, dehnten ihre Präsenz aus: Sie kosteten je nach Marke zwischen 16,- und 18,- € je 15-kg-Kiste in der 70er- bis 80er-Sortierung. Höchstpreise waren 14,- bis 15,- € je 10 kg. Importe aus Übersee wurden noch immer nachgefragt. Hier konnten für Saftorangen sogar Verteuerungen durchgesetzt werden. Unbehandelte italienische Navelina fanden zu 12,- € je 9-kg-Karton eingeschränkte Aufnahme. Deutsche Erdbeeren überzeugten sowohl geschmacklich als auch farblich und stießen zu 2,50 bis 3,80 € je 500 g auf ausreichenden Zuspruch. Sehr üppig und in 200-g-Schalen abgeladene inländische Himbeeren wurden kaum beachtet. Mexiko komplettierte diese und schickte zudem Brombeeren. Stangenbohnen vergünstigten sich generell, marokkanische zum Beispiel auf 1,50 € je kg. Auberginen und Zucchini kamen überwiegend aus Spanien und verbilligten sich. Ungeputzter Rosenkohl wurde zu 8,- bis 9,- € je 5-kg-Sack und geputzte Offerten zu 12,- bis 13,- € je 4-kg-Steige flott untergebracht. Die derzeitige Vollernte bei Kopfkohl sorgte für nachgebende Notierungen. Halloween wirkte sich bei den Kürbissen nicht so positiv auf das Geschäft wie in den Vorjahren. Der Bedarf an Steinpilzen und Pfifferlingen hatte sich stark vermindert.

Hamburg

Erste spanische Himbeeren konnten zu 1,90 € je 125-g-Schale und niederländische zu 3,- € je 200-gSchale abgewickelt werden. Spanischen Orangen fehlte es zum Start der Kampagne an süßlichem Aroma. Die Kunden griffen trotzdem gerne zu, da sie hinsichtlich Kaliber und Ausfärbung zufrieden waren. Je 15-kg-Kiste zahlten sie 14,75 bis 15,- €. Südafrikanische Midknight und Valencia Late räumten langsam und standen nur begrenzt bereit. Erste spanische Schneidebohnen setzte man zu 14,50 € je 4 kg um. Zum Saisonbeginn wurden marokkanische Buschbohnen zu 11,- € je 4 kg veräußert. Zucchini gleicher Herkunft generierten zu 6,- € je 5-kg-Kollo genügend Interesse, was zu sinkenden Bewertungen bei der spanischen Konkurrenz führte. Brokkoli und Grünkohl schlug man zu 1,40 € je kg um. Die Forderungen für frisch eingetroffenen italienischen Staudensellerie lagen bei 8,75 € je 10-kg-Karton und die für Spinat bei 9,50 € je 5 kg.

Köln

Niederländische und einheimische Erdbeeren in ansprechender Größe und Ausfärbung kosteten 3,30 bis 3,95 € je 500 g. Zu den europäischen Heidelbeeren gesellten sich verstärkt südamerikanische. Infolge einer zu umfangreichen Verfügbarkeit von südeuropäischen Kakis schwächte man die Aufrufe ab. Spanische Orangen, Navelina, traten in angestiegenen Mengen am Platze auf; südafrikanische Früchte blieben aber kontinuierlich am Handel beteiligt. Spärliche Pfirsiche und Nektarinen aus Übersee fanden bloß sehr schleppend Käufer. Französische Haselnüsse und Walnüsse gewannen an Wichtigkeit.

München

Mit sich langsam ausdehnenden Anlieferungen von spanischen Orangen, Navelina, erwachte auch die Nachfrage. Argentinische und südafrikanische Importe verabschiedeten sich aus der Vermarktung. Im auslaufenden Geschäft mit Pflaumen gab es kaum Interesse an inländischer und italienischer Ware, zumal die Forderungen deutlich angehoben wurden. Die zumeist aus dem Münchener Raum eingetroffenen Erdbeeren präsentierten sich zu hell und generierten wenig Beachtung. Türkische Grapefruits ließen sich neben israelischen flott unterbringen, was nicht zuletzt auf die positive Qualität und die absatzfreundlichen Kurse zurückzuführen war. Auberginen pendelten sich auf einem niedrigeren Preisniveau ein. Inländischer Kohlrabi konnte bezüglich der Güte überzeugen und wurde mit stabilen Bewertungen umgeschlagen; übersichtliche italienische Partien komplettierten das Sortiment. Zucchini verteuerten sich. Die Abladungen von spanischem Brokkoli weiteten sich aus. Neu im Angebot war einheimischer Grünkohl. Die seltenen Steinpilze und Pfifferlinge notierten fest.

Berlin

Der Bedarf an begrenzten exklusiven Grapefruits wurde zu 13,- bis 16,- € je 15 kg mit 36 bis 50 Früchten gedeckt. Immer noch verfügbar waren polnische Waldpilze. Pfifferlinge mit ansprechender Kondition kosteten 13,- bis 15,- € je kg; eine Lagerleerung klappte zum Wochenende hin nicht ganz. Hingegen verkauften sich knappe Steinpilze zu 20,- bis 22,- € je kg oftmals rasch.


Link: Marktbericht Nr. 43/16 Obst, Gemüse und Südfrüchte (PDF – 6.81 MB)


Quelle:

BLE, Marktbeobachtung

BUNDESANSTALT FÜR LANDWIRTSCHAFT UND ERNÄHRUNG – REFERAT 511
Deichmanns Aue 29
D – 53179 Bonn
Web: www.ble.de