Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 01 / 18 vom 10.01.2018 für den Zeitraum 02.01. – 05.01.2018


(Auszug)

Orangen

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Navelina dominierten das Geschehen und kamen hauptsächlich aus Spanien. Italienische und griechische Früchte ergänzten. Türkische Washington Navel wurden mittlerweile auch in 10-kgKartons angeboten. Marokkanische und spanische Salustiana wussten bezüglich ihres Geschmacks zu gefallen. Das Segment der Blutorangen prägte Italien mit Moro und Tarocco. Cara Cara aus Spanien und der Türkei rundeten die Warenpalette ab. Importe aus Übersee hatten sich aus dem Geschäft verabschiedet. Meist verlief die Abwicklung reibungslos und die Notierungen blieben konstant. Hier und da mussten die Händler ihre Aufrufe aber senken, da die zugeführten Mengen zu umfangreich waren. So vergünstigen sich in Hamburg zum Beispiel die Blutorangen. Bestände ließen sich trotzdem nicht immer vermeiden.

Äpfel

Die Unterbringungsmöglichkeiten waren aufgrund der Ferien ziemlich eingeschränkt. Deutschland herrschte mit Elstar, Jonagold und Braeburn vor; Italien und Frankreich folgten beide vorrangig mit Granny Smith. Niederländische Elstar komplettierten die Szenerie ebenso wie belgische Jonagold und polnische Tenroy. Das breitgestreute Sortiment konnte nicht überall zeitnah umgeschlagen werden. Dennoch beharrten die Vertreiber auf ihren Forderungen der Vorwoche, sofern die Güte der Offerten überzeugte. In München musste man inländische, knappe Boskoop sowie Elstar, deren Abverkauf dort langsam endet, mit Verbilligungen abgeben, da sie konditionelle Schwächen aufwiesen.

Weitere Informationen von den Großmärkten

Hinweis: In der Kommentierung der Marktlage sind keine Informationen aus Berlin enthalten!

Frankfurt

Diese erste Woche im neuen Jahr zeichnete sich ferienbedingt durch eine schwache Nachfrage aus. Die in der Vorweihnachtszeit sehr üppigen Mengen von Erdbeeren waren inzwischen auf ein gesundes Maß zusammengeschrumpft. Neben Anlieferungen aus Ägypten und Spanien in 250-g-Schalen wurden ab Mittwoch griechische Früchte in 500-g-Schalen angeboten. Steinobst wie Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen aus Südafrika gab es reichlicher. Die aufnehmende Hand zeigte jedoch nur wenig Interesse, sodass sich Vergünstigungen etablierten. Grapefruits aus der Türkei dehnten ihre Präsenz aus und verbilligten sich. Die Bewertungen von Auberginen und Zucchini glitten sukzessive ab. Spärlicher, aber ansehnlicher Lauch verteuerte sich. Schön aufgemachte Schlotten aus Italien verkauften sich besser als Lauchzwiebeln aus Ägypten.

Hamburg

Der Saisonauftakt von spanischen Erdbeeren erfolgte fast auf den Tag genau wie im Januar 2017. Die Kurse von 0,75 € je 250-g-Schale lagen indes um 0,50 € je Schale unter dem Level des Vorjahres, da die Produkte nicht besonders gut schmeckten. Weil die Bedeutung von marokkanischen Zucchini enorm anwuchs, mussten die Forderungen für die spanische Konkurrenz reduziert werden.

Köln

Die erste Kalenderwoche im neuen Jahr gestaltete sich in Sachen Aufnahme sehr zäh. Nur noch vereinzelt im Angebot waren Kakis. Beerenobst wurde bloß selten beachtet. Auch Lauch, Rosenkohl und Wirsing generierten kaum Zuspruch, obwohl ihre Qualität durchaus überzeugte.

München

Geprägt vom schwachen Verkaufsgeschehen nach den Feiertagen, glitten die Notierungen von europäischen und nordafrikanischen Erdbeeren ab. Die Nachfrage nach südafrikanischem Steinobst schränkte sich zu Beginn des Jahres ein. Die bisherigen Preisspitzen von Chicorée wurden leicht nach unten korrigiert. Bei nachlassendem Kundenzugriff standen die Kurse für italienischen Radicchio unter Druck. Rotkohl vergünstigte sich. Das Interesse an Weißkohl fiel zu gering aus, trotzdem blieben die Bewertungen unverändert. Radieschen verteuerten sich.

Speisekartoffelmarkt KW 01/2018

Der Markt war reichlich versorgt. Die inländische Lagerware generierte bloß einen unaufgeregten Abverkauf. Die Notierungen veränderten sich in der Regel nicht wesentlich. Punktuell verteuerten sich Annabelle aus den nördlichen Anbaugebieten. Für manche Sorten wurden die unteren Grenzen der Preisspannen verschiedentlich angehoben. Die Niederlande beteiligten sich mit großfallenden Victoria am Geschäft. Aus Frankreich flossen Agata und Charlotte zu. Im Sektor der Speisefrühkartoffeln tat sich nicht viel. Nur örtlich hatte sich die Bereitstellung marginal verdichtet. Die Belebung der Abnahme vor den Feiertagen konnte nicht ins neue Jahr hinübergerettet werden. Das Interesse blieb letztendlich niedriger als erwartet. Die Kunden hielten sich wegen der fortlaufend hohen Bewertungen zurück. Dennoch sahen die Händler von absatzfördernden Vergünstigungen ab, da die Einstände der Offerten aus Zypern andauernd auf einem konstanten Niveau verharrten.

Externer Link: Marktbericht Nr. 01 / 18 

Quelle: 

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident: Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn