Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 05 / 18 vom 07.02.2018 für den Zeitraum 29.01. – 02.02.2018


(Auszug)

Tomaten

BLE_4c_de1Runde Tomaten kamen meist aus Spanien und Marokko, während Rispenware oftmals aus Spanien, Belgien und den Niederlanden stammte. Die Türkei komplettierte in beiden Sektoren mit geringen Mengen. Generell konnten die Produkte hinsichtlich ihrer Qualität häufig überzeugen. Die Unterbringung gestaltete sich in der Regel recht freundlich, punktuell stockte sie ein wenig. Bestände ließen sich nicht immer vermeiden, obwohl die Vertreiber ihre Aufrufe senkten. Problembehaftete Partien, etwa solche in zu blasser Ausfärbung, beeinträchtigten den Verkauf und konnten auch mit Verbilligungen kaum abgesetzt werden. In Köln und Frankfurt schwankten die Kurse im Wochenverlauf hin und her. Bei den Fleischtomaten dominierte Spanien vor Belgien, bei den Kirschtomaten prägte Italien vor den Niederlanden das Geschehen. Trotz einer steten Abwicklung tendierten die Notierungen abwärts, da der Kundenzuspruch zu schwach ausfiel oder die Früchte eine uneinheitliche Güte aufwiesen.

Äpfel
Das inländische Sortiment schränkte sich zusehends ein. Einheimische Boskoop waren ab und an nicht mehr zu haben. Insgesamt verharrten die Forderungen auf bisherigem Niveau, da die Verfügbarkeit hinreichend mit der Nachfrage harmonierte.

Birnen
Italien herrschte kontinuierlich mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ vor. Generell begrenzten sich die Unterbringungsmöglichkeiten und die Versorgung. Die Preise blieben meist stabil.

Tafeltrauben
Südafrika prägte mit zahlreichen Varietäten die Geschäfte. Die sehr üppigen Abladungen waren für die Vertreiber ein Problem, da das Interesse nicht mit der Verfügbarkeit Schritt halten konnte.

Kiwis
Italienische Anlieferungen bestimmten die Vermarktung, welche von französischen und griechischen komplettiert wurde. Eine kontinuierliche Nachfrage und ein steter Umschlag sicherten in der Regel konstante Kurse.

Orangen
Das Angebot fächerte sich auf und wurde mit spanischen Navelate und Navel erweitert. Bei den Blutorangen gesellten sich erste Washington Sanguini zu den schon etablierten italienischen Moro und Tarocco.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Bei einem Handel, der sich mal recht flott und mal eher gebremst zeigte, konnte der Bedarf ohne Probleme gedeckt werden. Die Bewertungen verharrten oftmals auf bisherigem Level.

Zitronen
Spanische Chargen prägten wie gewohnt das Geschehen, türkische komplettierten es und italienische Partien tauchten nur sporadisch auf. Die Nachfrage harmonierte in der Regel mit der Bereitstellung.

Bananen
Die Märkte waren kontinuierlich genügend versorgt. Das Interesse hatte sich häufig ein wenig verbessert. Örtlich konnten dank einer verdichteten Abnahme das gesamte Sortiment teurer umgeschlagen werden.

Blumenkohl
Die französischen Abladungen wurden durch die italienischen und spanischen Importe komplettiert. Ungeachtet der ansprechenden Eigenschaften der Partien fiel der Zugriff vielfach zu gering aus.

Salat
Der Angebotsdruck prägte weiterhin das Marktgeschehen bei Eissalat, der ausschließlich aus Spanien zufloss. Zudem belasteten Güteunsicherheiten. Die Nachfrage war fortwährend zu eingeschränkt.

Gurken
Die Verfügbarkeit von Schlangengurken hatte sich graduell verdichtet. Spanische Abladungen herrschten vor. Die Zufuhren aus Griechenland vergrößerten sich. Die Relevanz der mitteleuropäischen Mengen dehnte sich nicht aus.

Gemüsepaprika
Der Verkauf verlief häufig unaufgeregt. Einerseits verzeichneten die Preise ein recht konstantes bis volatiles Niveau. Andererseits bewegten sie sich aufgrund einer übersichtlichen Versorgung erkennbar aufwärts.

Zwiebeln
In diesem Sektor tat sich nicht viel: Die Produktpalette von ausschließlich aus Spanien zugeführten Gemüsezwiebeln hatte sich in keinerlei Weise verändert. Die Notierungen verharrten für gewöhnlich auf ihrem bisherigen Level.

Weitere Informationen von den Großmärkten

Hinweis: In der Kommentierung der Marktlage sind keine Informationen aus Berlin enthalten!

Frankfurt

Für spanische Erdbeeren in 400-g-Schalen, Calinda, zahlte man bis zu 2,- €, die Standardsorten wurden zu 0,80 bis 1,10 € je 250 g abgewickelt. Das Interesse an 1-kg-gesetzten Offerten war mangelhaft. Süßkirschen in 32 mm+ aus Chile verkauften sich trotz Aufrufen von 17,- bis 18,- € je kg sehr gut. Der Umschlag von südamerikanischen und spanischen Kulturheidelbeeren befriedigte. Erste chilenische Nektarinen trafen am Mittwoch ein. Türkischer grüner Knoblauch mit ganzen Blättern wurde zu 13,- € je 11er-Kiste veräußert. Die Anlieferungen von grünen Zucchini waren zu üppig, so mussten spanische am Freitag schon zu 4,50 € je 5-kg-Steige abgegeben werden. Italienische und marokkanische Chargen kosteten etwa 1,50 € mehr. Die bisherigen Preise von bedarfsdeckenden Auberginen bestätigte sich. Das Angebot an Wirsing verbreiterte sich, neben deutschen Erzeugnissen waren mittlerweile auch französische und italienische vorhanden.

Hamburg

Aufgrund der monopolartigen Position verteuerten sich qualitativ hochwertige Ananas aus Costa Rica. Auf die Nachfrage abgestimmte Importe von Steinobst aus Übersee führten zu konstanten Notierungen. Zu umfangreicher Kohlrabi aus Italien vergünstigte sich. Petersilie aus Italien verbilligte sich infolge eines ungenügenden Zuspruchs.

Köln

Spanische Erdbeeren stießen auf keinerlei Interesse. Bohnen aus Nordafrika wurden kaum beachtet. Inländischer Rosenkohl und Lauch sowie Steckrüben ließen sich nur zum Wochenende hin zufriedenstellend absetzen.

München

Das Gros der Lieferungen an Erdbeeren stammte aus Südspanien; italienische und belgische Abladungen waren sehr übersichtlich. Großfallende portugiesische Himbeeren verteuerten sich aufgrund fehlender Konkurrenz. Die Notierungen von Ananas und Mangos diverser Provenienzen verfestigten sich leicht. Die Kurse von Brokkoli aus Spanien und Italien sanken infolge zu reichlicher Mengen. Auch Lauch vergünstigte sich. Zucchini und Auberginen standen üppiger bereit und die Bewertungen bröckelten ab. Italienischer und spanischer Dill kostete so viel wie zuvor.

Speisekartoffelmarkt KW 05/2018

Der Umfang des Angebotes an einheimischer Lagerware harmonierte ungeachtet einer ziemlich breiten Produktpalette für gewöhnlich genügend mit der Nachfrageintensität. Obwohl die Verkaufszahlen durchaus hätten besser ausfallen können, beließen die Händler die Bewertungen auf ihrem bisherigen Niveau. Örtlich vergünstigten sich Sieglinde aus Moorbodenkultur, da sie kein ausreichendes Interesse generierten. Im Allgemeinen war man mit der Qualität der offerierten Erzeugnisse durchweg zufrieden. Speisefrühkartoffeln wurden fortlaufend nur aus Zypern importiert. Die Mengen stiegen ein wenig an. Da sich die Kunden weiterhin in Zurückhaltung übten, mussten die Vertreiber ihre Forderungen etwas reduzieren. Insbesondere die unteren Grenzen der Preisspannen von Annabelle und Spunta sanken leicht ab.

Externer Link: Marktbericht Nr. 05 / 18 

Quelle: 

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn