Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 06 / 18 vom 14.02.2018 für den Zeitraum 05.02. – 09.02.2018


(Auszug)

Blumenkohl

BLE_4c_de1Italien prägte das Geschehen vor Frankreich. Wegen des frostigen Wetters in Frankreich schränkten sich die Abladungen von dort ein. Folglich tendierten die Bewertungen der Händler für diese Offerten aufwärts, was von den Kunden nicht auf sämtlichen Plätzen mitgetragen wurde. Die Unterbringung der italienischen Chargen verlief in der Regel recht flott, da diese hinsichtlich ihrer Qualität und Kopfgewichte kaum Wünsche offenließen und sie zudem, nicht zuletzt einstandsbedingt, günstiger als die französische Konkurrenz waren. In München senkten die Vertreiber zusätzlich ihre Aufrufe für die Produkte aus Italien, was deren Abwicklung intensivierte. In Hamburg und Köln verteuerten diese sich hingegen im Sog der französischen Ware. Spanische Erzeugnisse ergänzten in einem minimalen Umfang die Geschäfte, generierten aber nicht immer eine freundliche Beachtung.

Äpfel
Die Nachfrage begrenzte sich örtlich karnevalsinduziert oder aufgrund der niedrigen Temperaturen. Generell verharrten die Notierungen oftmals auf dem Niveau der Vorwoche.

Birnen
Mit den ersten Importen aus Südafrika verbreiterten sich die Anlieferungen aus Übersee: Williams Christ trafen in Hamburg und München ein und ergänzten summa summarum mit geringen Mengen das Sortiment.

Tafeltrauben
Südafrika bildete mit zahlreichen Varietäten die Basis des Angebotes. Die Unterbringungsmöglichkeiten schränkten sich oftmals ein, was sich jedoch nicht grundsätzlich auf die Bewertungen auswirkte.

Kiwis
Italien herrschte vor; Frankreich und Griechenland ergänzten zu annähernd gleichen Teilen die Vermarktung.  Die Verfügbarkeit stimmte häufig mit der Nachfrage überein, sodass sich die Kurse nicht wesentlich veränderten.

Orangen
Im Segment der Blondorangen dominierte Spanien mit Navelina, Lane Late, Navel und Salustiana. Die Zufuhren aus Ägypten intensivierten sich, so traten verstärkt Navel und erste Valencia Late auf.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Märkte waren mit spanischen Mandarinen genügend eingedeckt. Hauptsächlich gab es Nadorcott und Clemenvilla. Insgesamt beschleunigten die niedrigen Temperaturen auf manchen Plätzen den Umschlag.

Zitronen
Spanien herrschte vor. Die Versorgung und der Bedarf stimmten in der Regel überein, sodass sich die Kurse nicht wesentlich veränderten, sofern die Güte überzeugte.

Bananen
Die Verfügbarkeit war etwas eingeschränkt. Die Nachfrage erfolgte stetig, hatte sich vereinzelt sogar leicht verbessert.

Salat
Die schwierige Lage von spanischem Eissalat war von Dauer. Die Preise schienen auf einem niedrigen Niveau regelrecht eingefroren zu sein. Ihre Spannen dehnten sich wegen diverser Qualitätsunsicherheiten weiter aus.

Gurken
Anhaltend dominierten bei Schlangengurken die spanischen Zuflüsse. Generell blieb die Versorgung knapp. Das garantierte kontinuierlich hohe Einstände sowie imposante Kurse auf dem Platz.

Tomaten
Spanische Abladungen herrschten vor. Die den Markt komplettierenden Importe aus den Niederlanden, Marokko und Italien hatte sich etwas ausgedehnt. Belgien verlor leicht an Relevanz.

Gemüsepaprika
Die spanischen Zugänge dominierten andauernd die Geschäfte. Marokkanische und türkische Chargen ergänzten sie. Die Versorgung blieb relativ übersichtlich, der Absatz oftmals hinter den Erwartungen zurück.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln strömten ausschließlich aus Spanien in den Handel. Ihre Preise verharrten bei einer hinlänglichen Beachtung der Offerten und einer überschaubaren Zuführung fortwährend auf einem hohen Niveau.

Weitere Informationen von den Großmärkten

Hinweis: In der Kommentierung der Marktlage sind keine Informationen aus Berlin enthalten!

Frankfurt

Die Notierungen von Ananas kletterten aufgrund einer eingeschränkten Verfügbarkeit um bis zu 15 % aufwärts. Bei winterlich kaltem Wetter verzögerte sich der Zugriff auf Steinfrüchte aus Chile und Südafrika. Grüner peruanischer Spargel traf in zu großen Mengen ein, sodass die Bewertungen sanken. Neben den Dauerlieferungen aus Italien und Spanien waren inzwischen ägyptische Auberginen in 5-kg-Steigen zu 6,- bis 7,- € zu haben. Kontinuierlich erfolgte der Umschlag von Rote Beete, Weißkohl und Möhren. Besser nachgefragt wurde Grünkohl und auch der erste spanische Chinakohl fand schnell Interessenten.

Hamburg

Ansprechend gereifte Erdbeeren aus Spanien gab es mittlerweile in 500-g-Schalen zu 1,95 € ;sie machten dabei ungleichmäßig ausgefärbten Produkten in 250-g-Abpackungen Konkurrenz. Exklusive Offerten kosteten 1,10 € je 250 g. Wegen vermehrter Konditionsschwächen vergünstigten sich Limetten aus Übersee. Auberginen aus Griechenland starteten zu 9,75 € je 5-kg-Karton in die Woche. Mängelfreie regionale Möhren verteuerten sich am Montag.

Köln

Kälte, Schnee und Karneval führten zu einem recht ruhigen Geschäft. Am Donnerstag waren gegen 6:00 Uhr viele Stände schon geschlossen, und am Freitag gestaltete sich die gesamte Aufnahme sehr schleppend. So wird dann wohl auch die 07. KW beginnen, da die meisten Händler am Montag und Dienstag nicht öffnen. Der erste Rhabarber aus den Niederlanden tauchte auf, interessierte allerdings nicht. Genauso war es mit niederländischem weißen Spargel, für den man 14,50 € je kg zahlen sollte.

München

Das Angebot an italienischen und spanischen Erdbeeren zeigte sich anhaltend größer als der Bedarf, sodass die Vertreiber ihre Aufrufe nochmals reduzieren mussten. Spanische und portugiesische Himbeeren waren hingegen knapp und blieben somit teuer. Limetten und Frischfeigen aus Brasilien verbilligten sich infolge verstärkter Präsenz. Die Preise für tonangebenden spanischen und ergänzenden italienischen Brokkoli standen weiter unter Druck. Die Notierungen von Zucchini und Auberginen kletterten aufgrund der niedrigen Temperaturen in Spanien aufwärts. Ab Mitte der Woche wurde eine erste Partie Spargel aus Südfrankreich offeriert.

Speisekartoffelmarkt KW 06/2018

Mit unveränderter Bandbreite prägten die Varietäten der einheimischen Lagerware die Geschäfte. Die winterliche Witterung hatte durch Schnee und Kälte häufig den mobilen Handel etwas eingeschränkt. Zudem warf der Karneval seinen absatzentschleunigenden Schatten voraus. Die Verkaufszahlen konnten also nicht wirklich hundertprozentig befriedigen. Meistens hatte man die Bereitstellung jedoch schon im Vorfeld hinlänglich auf die erwartet stagnierenden Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt. In der Folge verharrten die Bewertungen in der Regel auf einem konstanten Niveau. Nur sehr selten sanken die Grenzen der Kursspannen marginal ab. Bei den Speisefrühkartoffeln hatte sich das Angebotsspektrum nicht viel verändert. Die Zufuhren von Annabelle und Spunta aus Zypern verdichteten sich höchstens graduell. Die Vertreiber hielten überall fortlaufend an ihren bisherigen Forderungen fest. Die vereinzelten Vergünstigungen der Vorwoche zogen keine spürbare Nachfrageintensivierung nach sich.

Externer Link: Marktbericht Nr. 06/ 18 

Quelle: 

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn