Quelle: BLE - Marktbericht KW 40

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 40 / 17 vom 11.10.2017 für den Zeitraum 02.10. – 06.10.2017


(Auszug)

Äpfel

BLE_4c_de1Deutschland dominierte mit zahlreichen Varietäten das Geschehen; vorrangig standen Elstar, Royal Gala und Boskoop bereit. Aus Italien kamen hauptsächlich Royal Gala und nachgeordnet Granny Smith. Frankreich beteiligte sich speziell mit Granny Smith und Braeburn an der Warenpalette, die sich summa summarum begrenzt hatte. Die Nachfrage befriedigte für gewöhnlich, hätte ab und an aber durchaus freundlicher ausfallen können. Die Notierungen verharrten häufig auf bisherigem Niveau, da die Verfügbarkeit gut mit den Unterbringungsmöglichkeiten harmonierte. In Hamburg weitete sich für einheimische Elstar die Preisspanne aus, was zum einen von der Herkunft der Chargen und zum anderen von der Fruchtgröße abhängig war. In der Hansestadt sanken zudem die Bewertungen für einige inländische Offerten. Importe aus Übersee hatten sich fast komplett aus dem Geschäft verabschiedet: Neben neuseeländischen Braeburn und Jazz gab es auch chilenische Pink Lady in geringen Mengen.


Birnen
Italienische Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ herrschten vor. Aus dem Inland wurden die etablierten Alexander Lucas und Williams Christ von ersten Gute Luise flankiert.

Tafeltrauben
Die Verfügbarkeit begrenzte sich zwar, reichte jedoch aus, um die Nachfrage zu decken. Diese hatte sich örtlich verbessert. Die Qualität der Früchte überzeugte in der Regel, was die Vermarktung stützte. Die Notierungen zeigten sich recht unterschiedlich: Während sie in Frankfurt abbröckelten, weil die Kunden eher verhalten zugriffen, zogen sie in Hamburg für weite Teile des Sortimentes an, da dort der Bedarf angestiegen war. Dominiert wurde die Warenpalette von türkischen Sultana, italienischen Italia und griechischen Thompson Seedless. Komplettierenden Charakter hatten französische Alphonse Lavallée, türkische und spanische Crimson Seedless sowie italienische Black Magic.

Erdbeeren
Mit dem bevorstehenden Abschluss der Saison schränkten sich die Anlieferungen massiv ein. Parallel zur Versorgung verminderten sich die Unterbringungsmöglichkeiten.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Kampagne klang unspektakulär aus: Spanische Chargen wurden ebenso wie die komplettierenden italienischen und französischen kaum beachtet. Die Qualität verschlechterte sich zusehends.

Pflaumen
Die Saison endete recht unaufgeregt. Die Güte ließ immer wieder Wünsche offen, was sich negativ auf das Interesse auswirkte. Von Verteuerungen konnten die Händler nur träumen.

Kiwis
Neuseeland dominierte, Italien komplettierte das Angebot, welches Chile abrundete. Die Verfügbarkeit genügte, um die kontinuierliche Nachfrage zu decken. Diese hatte sich mancherorts ein wenig verbessert. Gravierende Veränderungen hinsichtlich der Notierungen waren nicht zu erkennen, sofern die Qualität der Produkte überzeugte. In Frankfurt vergünstigten sich lose aufgemachte Offerten in 10-kg Abpackungen.

Zitronen
Mit dem Eintreffen erster türkischer Interdonato wurde das von Spanien geprägte Sortiment erweitert. Der Bedarf wurde ohne Probleme befriedigt. Die Preise blieben daher oftmals konstant.

Bananen
Die Verfügbarkeit orientierte sich für gewöhnlich am Interesse. Dieses hatten sich mancherorts ausgedehnt. Die Kurse verharrten in der Regel auf dem Niveau der Vorwoche.

Blumenkohl
Die dominierenden Zulieferungen aus dem Inland wurden durch belgische Chargen ergänzt. Die Produkte wiesen eine solide Qualität auf. Die Nachfrage zeigte sich von ihrer unaufgeregten Seite.

Salat
Kopfsalat stammte fortlaufend hauptsächlich aus Deutschland, wenngleich sich das Sortiment wegen der herbstlichen Witterung verminderte. Belgien komplettierte überall die Warenpalette, während die Niederlande in Frankfurt vertreten waren. Die Zuflüsse korrelierten überwiegend mit den Vertriebsmöglichkeiten. Teils verharrten die Kurse auf einem relativ konstanten Niveau, teils induzierten die verringerten Mengen einen Trend nach oben. Bei den belgischen Alternativen beruhte das Ansteigen auf den hohen Kopfgewichten. Zuweilen tauchten Partien mit beträchtlichen Nässeschäden auf.

Bei Eissalat herrschte das Inland vor. Örtlich konnte auf niederländische Abladungen zugegriffen werden. Die Verfügbarkeit spanischer Artikel blieb sehr begrenzt, dehnte sich lediglich marginal aus. Da der Grad der Versorgung mit dem Umfang des Interesses harmonierte, veränderten sich die Bewertungen fast gar nicht. Sie neigten bloß hier und da zu einer leichten Schwäche.

Bunte Salate kamen aus einheimischen Kulturen. Ihre Masse schränkte sich ein wenig ein. Die Preise variierten bei einer akzeptablen Order unwesentlich oder bewegten sich aufgrund von Gütemängeln abwärts. Vereinzelt zogen sie unterdessen ab Donnerstag an. Der Umschlag von Endivien verdichtete sich. Dies initiierte jedoch nur selten Verteuerungen. Der Zuspruch bei Feldsalat intensivierte sich ebenso. Daher befestigten sich in diesem Sektor gelegentlich die Aufrufe der Händler.

Gurken
Die Anlieferungen aus Mitteleuropa prägten kontinuierlich die Geschäfte mit Schlangengurken. Vorrangige inländische Früchte konkurrierten mit belgischen und niederländischen. Die spanischen Zufuhren vergrößerten sich.

Tomaten
Teils harmonierte die Bereitstellung von Runden Tomaten und Rispentomaten mit dem Bedarf, sodass sich die Kurse auf einem stabilen Niveau bewegten. Teils stiegen diese erkennbar an, da sich die Mengen eben begrenzten.

Gemüsepaprika
Bei den diversen mitteleuropäischen Herkünften konnten keine ausgeprägte Dominanz registriert werden; die Intensität ihrer Anlieferungen glichen sich zusehends. Die Versorgung mit spanischen Offerten fiel fortlaufend übersichtlich aus. Die Notierungen zeigten ein ziemlich uneinheitliches Bild. Mal blieben sie für die meisten Angebote recht konstant, mal sackten sie für die grünen und verschiedentlich zudem für die roten Kultivare ab. Gelbe und orange Varietäten konnten manchmal von den Vermarktern höher aufgerufen werden.

Das Anheben der Forderungen für das niederländische Sortiment war in Hamburg nur von kurzer Dauer. Dort korrelierten die Zufuhren aus der Türkei nicht genügend mit der Nachfrage, weshalb deren Preise nach oben tendierten. Da man für die Früchte aus Polen weniger als für andere verlangte, verbuchten sie oftmals einen reichlichen Zuspruch. Obwohl die vereinzelten inländischen Chargen deutlich mehr kosteten als die Konkurrenz, wurden sie hier und da relativ schnell umgesetzt.

Zwiebeln
Wie gewohnt kamen die Gemüsezwiebeln ausschließlich aus Spanien. Da sich deren Bewertungen auf der Erzeugerebene nicht veränderten, verharrten auch die auf den Großhandelsplätzen fast durchgängig auf einem überaus stabilen Level.


Weitere Informationen

Frankfurt

Nicht nur die Blätter der Bäume werden gelb, orange oder rot; auch an den Ständen zieht immer mehr Obst und Gemüse in den Herbstfarben ein: Kakis aus Italien und Spanien gab es zu 2,60 bis 3,- € je kg. Eine deutliche Zunahme der Anlieferungen von spanischen Clementinen, Mandarinen und Satusmas war ebenfalls zu verzeichnen. Während Spanien mit den Sorten Clemenrubi, Marisol, Primosol, Okitsu und Oronules aufwartete, wurden noch schmackhafte Myagawa aus Italien angeboten. Neben südafrikanischen Orangen für die Saftproduktion gelangten in dieser Woche südafrikanische, in Spanien gepackte Navel auf den Markt. Trotz wachsendem Interesse ließen verdichtete Abladungen von Hokkaidokürbissen keine höheren Preise zu; im oberen Spannenbereich musste man sie sogar senken.

Hamburg

Die ansteigende Präsenz von Clementinen ohne Blatt und Satsumas von der iberischen Halbinsel konnte bloß über Vergünstigungen kompensiert werden. Französische Zucchini feierten zu 2,40 € je kg und türkische zu 8,- € je 4-kg-Verpackung und zu 10,- € je 5 kg ihre Premiere. Da bei Dill zum Saisonende von einheimischen Offerten kein nahtloser Übergang zu frischen italienischen stattfand, stiegen die Notierungen auf bis zu 30,- € je 3-kg-Steige an.

Köln

Überschaubare Aprikosen stießen infolge der nasskalten Witterung kaum auf Zuspruch. Stangenbohnen aus Marokko ergänzten in geringem Umfang die hauptsächlich inländische Warenpalette.

München

Pünktlich zum Monatswechsel traten erste Clementinen aus Spanien und Süditalien auf; sie komplettierten das bisher von iberischen Satsumas dominierte Angebot an kleinfruchtigen Zitrusfrüchten. Mit dem verstärkten Eintreffen süd- und mittelamerikanischer Melonen gestalteten sich die Forderungen rückläufig. Italienische und spanische Kakis wurden nach dem Beginn der Kampagne intensiver beachtet. Bei Auberginen litt die Aufnahmebereitschaft anfangs infolge anhaltend zu hoher Bewertungen, anschließend glitten die Notierungen sukzessive ab. Erste Stangenbohnen aus Marokko rundeten das Sortiment ab. Die Kurse von Brokkoli stiegen an.

Berlin

Es liegen keine Informationen aus Berlin vor.



Speisekartoffeln 

Kommentar: 

Die nasse Witterung beeinträchtigte die Rodung. Der Handel war dessen ungeachtet reichlich mit einer Vielzahl von Varietäten an einheimischen Offerten versorgt. Generell verliefen die Geschäfte in ruhigen Bahnen. Das stete Interesse genügte in der Regel, um so viel Ware aufzunehmen, dass die Vertreiber ihre Forderungen nicht zu modifizieren brauchten. Verschiedentlich war der Abverkauf jedoch zu schleppend, sodass man sich genötigt sah, dem Kunden Vergünstigungen zu gewähren. Die Reduzierungen wurden überwiegend an den oberen Grenzen der Preisspannen durchgeführt. Anderswo verweigerten sich die Vermarkter den Verbilligungen trotz einer verringerten Abgabe. Örtlich verlangsamten Aktionen des LEH, die mit Produkten in 25-kg-Säcke zu 5,- € warben, offensichtlich den Absatz am Platz. Ausländische Importe wie die Abladungen aus Frankreich oder Italien hatten bloß punktuell eine marginale Bedeutung.


Externer Link: Marktbericht Nr. 40 / 17 

Quelle: 

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident: Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn