Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 44 / 17 vom 08.11.2017 für den Zeitraum 30.10. – 03.11.2017


(Auszug)

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte

BLE_4c_de1Die Anlieferungen von spanischen Clementinen dehnten sich massiv aus: Speziell wurden Clemenules, Oronules und Marisol abgeladen. Die organoleptischen Eigenschaften der Produkte hatten sich in München verbessert, was den Absatz positiv beeinflusste und die Notierungen leicht ansteigen ließ. Auch in Frankfurt wuchsen die Unterbringungsmöglichkeiten an, was sich jedoch nicht auf die Bewertungen auswirkte. In Köln zeigte sich das Interesse zu gedämpft, sodass es trotz einer überschaubaren Verfügbarkeit zu Vergünstigungen kam. In Hamburg verteuerte sich Markenware, während die Standardofferten nur mittels Verbilligungen auf Beachtung stießen. Im Bereich der Satsumas bestimmte die Türkei das Geschehen; Spanien folgte dahinter. In Frankfurt tauchten erste türkische Miho auf, die man zu 10,- bis 12,- € je 10-kg-Holzsteige flott verkaufte. In Hamburg generierten die türkischen Importe kaum Zuspruch und die Forderungen wurden daraufhin gesenkt. In der Hansestadt litten südafrikanische Mandarinen unter konditionellen Schwächen, weshalb sie schnell abgegeben werden mussten.


Äpfel
Deutschland dominierte die Szenerie. Die Versorgung genügte, um die Nachfrage ohne Probleme zu decken. Diese präsentierte sich mancherorts recht ruhig, auf einigen Plätzen aber durchaus freundlicher als zuvor.

Birnen
Bei kontinuierlichen Geschäften beharrten die Verkäufer oftmals auf den Forderungen der Vorwoche. Bloß punktuell mussten diese infolge eines verminderten Kundenzugriffs gesenkt werden.

Tafeltrauben
Italien schickte zahlreiche Varietäten, zum Beispiel Italia, Crimson Seedless und Red Globe. Die Qualität der Produkte überzeugte. Obwohl sich die Versorgung ausdehnte, kletterten die Notierungen in der Regel aufwärts.

Kiwis
Langsam, aber sicher endete die Saison der Offerten aus Übersee: Neuseeländische Chargen zogen sich immer mehr zurück und chilenische hatten sich fast schon komplett aus dem Geschäft verabschiedet.

Zitronen
Spanische Primofiori dominierten vor türkischen Interdonato. Selten bewegten sich die Preise, da man die Versorgung auf den Bedarf abstimmte.

Bananen
Infolge des Feiertages hatten sich zwar die Unterbringungsmöglichkeiten eingeschränkt, die Händler passten jedoch ihre Bereitstellung daran an. Somit wurden Überhänge in der Regel vermieden.

Blumenkohl
Die inländischen Abladungen dominierten die Geschäfte. Man verzeichnete überwiegend einen unaufgeregten bis befriedigenden Vertrieb. Das sicherte häufig recht stabile Preise.

Salat
Bei Eissalat herrschte inzwischen Spanien in ausgedehntem Maße vor. Die mitteleuropäische Erzeugung, tonangebend die deutsche und abrundend die niederländische, entschleunigte sich zusehends und merklich.

Gurken
Das Marktgeschehen von Schlangengurken dominierten offensichtlich die spanischen Abladungen. Ein zu üppiges Angebot begegnete einer unaufgeregten, vielfach zu schleppenden Nachfrage. Die Preise schlossen sich daher meistens dem abschüssigen Trend der Vorwoche an.

Tomaten
Die Notierungen von Runden Tomaten fielen hauptsächlich ab; die der Rispentomaten konnten sich ab und an lediglich im Premiumsektor befestigen. Die Bereitstellung von Fleischtomaten war zu groß, das Interesse dafür zu gering. In der Regel mussten die Forderungen zurückgenommen werden.

Gemüsepaprika
Die spanischen Abladungen bauten ihre Vormacht weiter aus. Bei genügenden Unterbringungsmöglichkeiten blieben die Preise oftmals recht stabil, die von Markenprodukten bewegten sich dabei häufiger nach oben.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln flossen wie gewohnt allein aus Spanien in den Handel. Man hatte die Bereitstellung hinlänglich auf den Bedarf abgestimmt. In der Folge verharrten die Notierungen in diesem Sektor auf einem überaus konstanten Niveau.


Weitere Informationen

Frankfurt

Die Mengen von Orangen aus Spanien, Navelina, wuchsen an. Überwiegend waren 70er- und 80erAufmachungen verfügbar. Griechenland beteiligte sich ab Mittwoch mit 9-kg- und 15-kg-Gebinden. Entgegen des frühen Saisonzeitpunktes konnte die Nachfrage befriedigen. Südafrikanische Midnight, Delta Seedless und Valencia Late generierten noch genügend Beachtung. Die Preise für Erdbeeren mussten einstandsbedingt deutlich angehoben werden. Das übersichtliche Angebot an serbischen und türkischen Zwetschgen räumte trotz Aufrufen von bis zu 2,50 € je kg flott. Sehr gute Umsätze erzielten Granatäpfeln, Kakis und türkischen Quitten. Am Montag begann zu 1,30 € je kg die Vermarktung von deutschem Grünkohl. Rosenkohl wurde billiger vertrieben; der erste lilafarbene in 5-kg-Säcken aus den Niederlanden fand zu 12,- € schnell Käufer. Die italienische Gemüsekampagne startete voll durch: Es gab Fenchel, Mangold, Löwenzahn, Radicchio und Stängelkohl Cima di Rapa.

Hamburg

Nektarinen und Pfirsiche aus Südafrika feierten ihre Premiere zu 16,- bis 18,- € je 2,5-kg-Steige mit 20 bis 28 Stück. Erste Blaubeeren aus Peru kosteten 19,- € je 1,5-kg-Verpackung. Türkische Zucchini waren inzwischen auch in 8-kg-Kartons zu 14,- € erhältlich. Zu uneinheitlich sortierte Schneidebohnen aus Marokko vergünstigten sich.

Köln

Spanische Orangen traten mittlerweile immer mehr in Erscheinung, was wiederum zu Verbilligungen bei den bisher dominierenden südafrikanischen Offerten führte. Das im Großen und Ganzen überschaubare Angebot reichte aus, um den Markt zu versorgen. Durch die Ferien und die zwei Feiertage kam der Umschlag nicht richtig in Schwung. Kleinste Partien an Erdbeeren, egal ob aus inländischen oder niederländischen Treibhäusern, waren zum Freitag recht teuer. Einigermaßen flott, zumindest zum Wochenende hin, ließen sich Kürbisse abwickeln.

München

Belgische und norditalienische Erdbeeren aus geschützter Kultur konnten auf einem zunehmend von Trauben und Zitrusfrüchten beherrschten Platz kaum noch verkauft werden. Temperaturbedingt bessere Unterbringungsmöglichkeiten steigerten den Absatz von Ananas und Mangos. Türkische Grapefruits verstärkten ihre Präsenz und stellten so eine echte Konkurrenz zu auslaufenden südafrikanischen Erzeugnissen dar. Kakis trafen inzwischen aus Italien ein; die Nachfrage konnte aber nicht mit dem steigenden Umfang des Sortimentes Schritt halten, sodass die Notierungen sanken. Süddeutscher Lauch war sehr üppig vorhanden und die Kurse bröckelten ab. Inländische Radieschen deckten den Bedarf bei niedrigen Bewertungen ab; neben der qualitativ ansprechenden einheimischen Ware blieb die italienische eher unbedeutend. Dagegen stieß erster Radicchio aus Italien auf spürbares Interesse; dieser passte sich preislich dem inländischen an.

Berlin

keine Meldung



Speisekartoffeln 

Kommentar: 

Die Märkte waren üppig mit einer breiten Sortenpalette an einheimischen Offerten versorgt. Ein paar französische Anlieferungen ergänzten das Angebot. Erstmals tauchten in dieser Saison niederländische Produkte auf, die mit großfallenden Kalibern überzeugten. Infolge einer weitgehend am Bedarf orientierten Bereitstellung verharrten die Notierungen vielfach auf ihrem bisherigen Niveau. Manchmal lief der Verkauf in erkennbar ruhigen Bahnen; teilweise basierte dabei dieser verlangsamte Absatz auf den Schulferien. Doch selbst dann vermochten es die Händler meistens, ihre Forderungen auf einem konstanten Level zu fixieren. Vergünstigungen mussten eher selten gewährt werden. Eine durchaus erfreuliche Ausnahme gab es auch: Vereinzelte Partien einiger Varietäten, insbesondere Sieglinde, die in Moorböden kultiviert wurden, konnten teurer umgeschlagen werden.


Externer Link: Marktbericht Nr. 44 / 17 

Quelle: 

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident: Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn