Frisch und gesund: Saft von den oberösterreichischen Bauernhöfen

    Frisches Obst wird auf den Bauernhöfen zu qualitativ hochwertigen Säften verarbeitet. © LK OÖ

    Die Apfelernte war heuer zufriedenstellend

    Äpfel aus Oberösterreich werden zum Großteil frisch über den Einzelhandel oder ab Hof verkauft und rund 20 Prozent der Tafeläpfel werden zu direkt gepresstem Apfelsaft verarbeitet. Die Streuobsternte wird fast zur Gänze zu Saft oder Most gepresst und in Oberösterreich gibt es insgesamt fast 400 bäuerliche Direktvermarkter, die Säfte direkt ab Hof oder auch auf Bauernmärkten anbieten. Da gibt es nicht nur den allseits beliebten Apfelsaft, sondern auch Birnensaft oder Mischungen wie Apfel-Weichsel, Apfel-Kirsch, Apfel-Holunder oder Apfel-Aronia.

    „Die auf den Bauernhöfen angebotenen Säfte erfreuen sich bei den Konsumenten immer größerer Beliebtheit. Hauptprodukt ist natürlich der Apfelsaft, den fast alle bäuerlichen Direktvermarkter anbieten. Auch viele Konsumenten wissen es mittlerweile zu schätzen, dass frisch gepresste Säfte um vieles nachhaltiger produziert werden als die üblicherweise im Supermarkt angebotenen Säfte, die fast ausschließlich aus Konzentraten hergestellt werden. Diese Konzentrate kommen aus Übersee zu uns und werden hier nur mehr mit Wasser ergänzt. Orangensaft im Supermarkt hat meist schon ein paar Tausend Transport-Kilometer hinter sich, während die Säfte vom Bauernhof gleich in der Region hergestellt und verkauft werden“, betont ÖR Karl Grabmayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer OÖ anlässlich des Tages des Apfels, der heuer am 10. November gefeiert wird.

    Direktsaft vom Bauernhof wird gepresst, meist pasteurisiert und entweder geklärt oder naturtrüb abgefüllt. Der naturtrübe Direktsaft hat einen höheren Gehalt an gesundheitsförderlichen sekundären Pflanzenstoffen, da diese an Trübstoffe gebunden sind. Das Angebot an qualitativ hochwertigen Säften ist in Oberösterreich sehr gut. Bäuerliche Betriebe erzeugen verschiedene reinsortige Apfelsäfte, Birnensäfte, Mischsäfte und natürlich auch Sirupe. Da fast ausschließlich reiner Fruchtsaft hergestellt wird, sind diesen Spezialitäten keine Aroma- und Farbstoffe zugesetzt. Diese reinen Naturprodukte sind meist durch Erhitzen haltbar gemacht, haben einen intensiven Fruchtgeschmack und können stark verdünnt werden.

    Getränkeworkshop – Wegweiser durch den Getränkedschungel

    Um Kindern den Weg durch den Getränkedschungel zu erleichtern und diese zum gesunden Trinken anzuregen, hat das Ländliche Fortbildungsinstitut der Landwirtschaftskammer OÖ ein besonderes Angebot: Getränkeworkshops für Kinder. Meterlange Getränkeregale locken in den Supermärkten mit vielen Versprechungen. Ist Saft gleich Saft? Liefern Energy-Drinks, Eistee oder Wellnessdrinks wirklich so viel positive Kraft für unseren Körper? Was steckt in Light-Getränken und Limos? Fragen über Fragen, die gemeinsam mit einer geschulten Seminarbäuerin analysiert werden. Beim Praxisteil wird experimentiert und aus regionalen Zutaten (Direktsäfte, Tees, Sirupe, Milchprodukte usw.) werden die ganz persönlichen Power-Wellnessdrinks kreiert.

    Apfelernte war heuer zufriedenstellend

    Während heuer österreichweit zwei Drittel der Tafelapfelernte bedingt durch Frost ausgefallen ist, betrug die Reduktion der Ernte in Oberösterreich nur ca. 20 Prozent. Allerdings mussten die Apfelbauern im Eferdinger Becken und im Großraum Linz rund 70 Prozent Ertragsausfall hinnehmen. Insgesamt wurden in Oberösterreich etwa 10.000 Tonnen Tafeläpfel geerntet, das sind etwa 2.000 Tonnen weniger als in einem durchschnittlichen Jahr. Oberösterreichs Apfelbauern produzieren vor allem für den Heimmarkt und zwar rund ein Drittel der Äpfel, die in Oberösterreich jährlich verzehrt werden. Bei den Streuobstbeständen kam es durch Frost und Schnee während der Hauptblütezeit zu großen Ertragsausfällen von 70 bis 80 Prozent. In den Voralpen und im Gebirge ist die Situation bedingt durch die spätere Blüte bedeutend besser, insbesondere beim Apfel. In diesen Produktionsgebieten konnte eine beinahe normale Ernte erzielt werden.

    Pressemeldung

    Landwirtschaftskammer Oberösterreich
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