Der Verband der Schweizer Gemüseproduzenten reagiert besorgt auf den Bericht des Bundesrates über die Landwirtschaftspolitik ab 2022.

„Abbau des Grenzschutzes bedroht den Schweizer Gemüsebau“ lautet die Botschaft des Verbands der Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) an die Adresse des Bundesrates. Dieser hatte Anfang November einen Bericht über die Weiterentwicklung der Landwirtschaftspolitik vorgestellt und darin einen Abbau des Grenzschutzes in Aussicht gestellt – sehr zum Ärger der Landwirtschaft.

Der Abbau des Grenzschutzes stelle für die Schweizer Gemüseproduktion eine existenzielle Bedrohung dar, schreibt der VSGP in einer Mitteilung. Der Gemüsebau profitiere – im Gegensatz zur europäischen Konkurrenz – kaum von internen staatlichen Stützen wie Direktzahlungen. Der VSGP ist mit dem Bundesrat einig, dass auch in Zukunft die Wertschöpfung auf dem Markt generiert und die unternehmerische Entfaltung der Betriebe gefördert werden soll. Um diese Ziele zu erreichen, brauche die Schweizer Gemüseproduktion einen Grenzschutz, weil im In- und Ausland unterschiedliche Produktionsbedingungen herrschen würden. Darum lehnt der VSGP jeden Schritt in Richtung vereinfachter Marktzugang ab.