Größtes und modernstes Bio-Gewächshaus in Süddeutschland eingeweiht

    WEITERER MEILENSTEIN FÜR DIE REICHENAU-GEMÜSE EG UND DEM GEMÜSEANBAU IN DER REGION

    Unter Beisein des Landwirtschafts- und Verbraucherminister des Landes Baden-Württemberg Herrn Peter Hauk und vielen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Behörden und Handel wurde im Dezember des vergangenen Jahres, das größte und modernste Bio-Gewächshaus in Süddeutschland eingeweiht.

    „Rund zehn Millionen Euro hat unser Mitglied Herr Benjamin Wagner in unsere dritte Gärtnersiedlung in Mühlingen im Hegau investiert. Wir sind sehr stolz auf einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Gemüsebaus außerhalb der Insel Reichenau“, so Geschäftsführer Johannes Bliestle.

    Einweihung und Vertragsunterzeichnung

    Neben einem hochmodernen Gewächshaus mit einer Fläche von 40.000 qm wurde eine Sortierhalle mit 1.700 qm Fläche und eine Unterkunft für 40 Saisonarbeiter erstellt. In dem hochmodernen und Ressourcen sparenden Gewächshaus in Schwackenreute wird nach dem Standard des Anbauverbandes Naturland produziert, vermarktet wird das Gemüse über die Reichenau Gemüse Genossenschaft und dies exklusiv für Rewe. In nur 8 Monaten Bauzeit und mit viel Unterstützung seitens der Gemeinde Mühlingen wurden rund 130.000 Kubikmeter Erde bewegt. 45.000 Kubikmeter Mutterboden wurden abgetragen und wieder eingebaut. Im Mai 2017 wurden die Fundamente für das 231 Meter lange und 176 Meter breite Objekt gegossen. 1.250 Kubikmeter Beton wurden verbaut, 270 Tonnen Stahl und 100 Tonnen Aluminium wurden verbaut. 430 Tonnen Glas wurden für die Überdachung verwandt.

    Mühlingen Luftaufnahme Bauphase Sommer 2017

    Die für die Pflanzen benötigte Wärme kommt von einer nahegelegenen Biogasanlage. Pferdemist und Apfeltrester werden fermentiert, das Gas wird als Abwärme über eine 700 Meter lange Fernwärmeleitung geliefert und in einem Wärmepufferspeicher aufgefangen. Das benötigte Gießwasser wird im Wesentlichen (80 %) über die Dachfläche des Gewächshauses gewonnen. Die restliche Menge kommt aus einem stillgelegten Brunnen.

    Mit dieser Anlage finden ab 2018 rund 1.700 Tonnen frisches regionales Bio-Gemüse in Form von Bio-Gurken, Bio-Tomaten und Bio-Paprika den Weg zum Verbraucher.

    Anhang: Video-Quelle der ARD/SWR