Das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO in Bozen veröffentlicht regelmäßig eine Auflistung von Großhandelspreisen für verschiedene Produkte. Mit der Veröffentlichung dieser Preise für die wichtigsten Südtiroler Apfelsorten wollen wir eine Orientierung für die Lage am Apfelmarkt bieten. Die Preise für November 2017 sind jetzt verfügbar.

Autor: Bernhard Christanell | Quelle: Südtiroler Bauernbund

Ein Blick auf die jüngsten Großhandelspreise für den Monat November zeigt, dass die neue Verkaufssaison sehr gut angelaufen ist und die Preise sehr stabil sind. Die Preise für alle Sorten, die bereits im Oktober verfügbar waren, bleiben im November nahezu unverändert. Im Monat November (in der Grafik ganz rechts) hat das WIFO erstmals seit Mai 2017 wieder Preise für alle sieben der in Südtirol am verbreitetsten Apfelsorten – Cripps Pink, Fuji, Braeburn, Kanzi, Gala, Red Delicious, Granny Smith und Golden Delicious – erhoben.

Deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr
Die Sorte Cripps Pink ist im November mit einem Durchschnittspreis von 1,31 €/kg deutlich höher eingestiegen als im Vergleichsmonat des Vorjahres (1,18 €/kg). Vor allem der Vergleich mit dem gleichen Monats des Vorjahres zeigt auch für die anderen Sorten deutliche Preisunterschiede: Für Kanzi gab es im Durchschnitt 1,12 €/kg (im Vergleich dazu im November 2016: 1,00 €/kg), für Fuji 1,02 €/kg (Nov. 2016: 0,80 €/kg), für Gala 0,93 €/kg (Nov. 2016: 0,67 €/kg), für Golden Delicious 0,91 €/kg (Nov. 2016: 0,53 €/kg), für Braeburn 0,86 €/kg (Nov. 2016: 0,53 €/kg), für Granny Smith 0,81 €/kg (Nov. 2016: 0,62 €/kg) und für Red Delicious 0,80 €/kg (Nov. 2016: 0,66 €/kg).

Eine Grafik zu den Großhandelspreisen für Äpfel finden Sie unter folgendem Link, https://app.datawrapper.de/_/FQh9E

Zu den Daten
Das Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) der Handelskammer Bozen veröffentlicht die Großhandelspreise einmal pro Monat. Großhandelspreise sind jene Preise, welche der Großhändler an den Einzelhändler weiter verrechnet – im Falle der Äpfel sind dies also die Preise, welche die Genossenschaften an ihre Kunden verrechnen. Das WIFO gibt dabei für die wichtigsten Südtiroler Apfelsorten die Preise nach Qualitätsstufe und Fruchtgröße getrennt an – und zwar jeweils den Mindestpreis, den Höchstpreis und den Durchschnittspreis. Diese veröffentlichten Preise geben natürlich nicht die oft sehr rasche Preisentwicklung am aktuellen Markt wieder, sondern sind vielmehr eine Orientierung für den Marktverlauf im vorhergehenden Monat. Auch mit den Auszahlungspreisen für die Bauern lassen sich die Preise natürlich nicht direkt vergleichen, weil die Auszahlungen ja immer erst im darauf folgenden Jahr erfolgen.