Obstbaumschnitt Foto: Sabine Weis

In den kommenden Wochen ist genau die richtige Zeit, um Obstbäume in Form zu bringen. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

Welcher Gartenbesitzer kennt das nicht? Die eigenen Obstbäume werden immer dichter und höher. In der Folge nehmen die Pilzerkrankungen zu, die Fruchtqualität lässt nach. Deshalb sollte jetzt an frostfreien Tagen bis zum Austrieb der Obstbäume der regelmäßig durchzuführende Obstbaumschnitt erfolgen. Dabei werden zu dicht stehende, senkrecht nach oben wachsende oder nach innen neigende Äste entfernt. So kann der Wind Laub und Früchte schneller abtrocknen und Licht fällt in das Bauminnere. Damit kann Pilzerkrankungen vorgebeugt und die Qualität der Früchte verbessert werden. Häufig müssen die Bäume auch in der Höhe begrenzt werden, da die Früchte ansonsten nicht erreichbar sind. Hierzu wird die Stammverlängerung auf einen schwach wachsenden Seitenast abgesetzt.

Die Schnittwunden sollten möglichst klein bleiben und glatt sein. Dennoch ist es besser, wenige dickere Äste zu entfernen, als überall ein wenig „herum zu schnippeln“.

Bei starken Frösten sollte kein Obstbaumschnitt erfolgen. Denn der Frost kann in die offenen Wunden eintreten und Holzschäden verursachen.

Der Schnitt von Süßkirschen und Walnussbäumen erfolgt erst im August. Diese beiden Obstsorten würden ansonsten beim Austrieb verbluten. Pfirsiche und Aprikosen werden am besten während der Blüte geschnitten. Beide Obstarten sind sehr frostempfindlich und könnten durch nach dem Frost auftretende stärkere Fröste beschädigt werden.