Der Verpackungsspezialist Euro Pool System bietet Mehrwegsteigen für frische und verpackte Lebensmittel an, die mehrere Jahre lang verwendet werden können und vollständig recycelbar sind. Bild: Messe Berlin GmbH

Verbraucher achten bei der Ernährung zunehmend darauf, dass ihre Lebensmittel nachhaltig produziert wurden. Das beginnt beim ressourcenschonenden Anbau, geht über die Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen und endet dabei, unnötige Verpackungen zu vermeiden. Diesen Trend spiegeln auch die Aussteller auf der FRUIT LOGISTICA mit ihren Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette wider.

Beispiel „Natural Branding“: Die Lasermaschine EcoMark NB 3002 der Firma D+E kennzeichnet Früchte, indem sie die Pigmente der äußeren Schalenschicht abträgt. Qualität und Geschmack werden nicht beeinträchtigt, Plastikaufkleber sind nicht mehr nötig. Der Verpackungsspezialist Euro Pool System bietet Mehrwegsteigen für frische und verpackte Lebensmittel an, die mehrere Jahre lang verwendet werden können und vollständig recycelbar sind (Titelbild). Das Handelsunternehmen Edeka kooperiert mit dem World Wide Fund for Nature (WWF), unter anderem in seiner Lieferkette für Bananen aus konventionellem Anbau. Konkret heißt das: so wenig Pflanzenschutzmittel wie möglich und eine umweltgerechte Entsorgung der Abfälle, aber auch eine gute Gesundheitsversorgung und Mitspracherechte für die Mitarbeiter vor Ort, in diesem Fall in Kolumbien und Ecuador. Und ein effizienter Umgang mit der Ressource Wasser.

Wie dringlich das Thema Nachhaltigkeit mit Blick auf den Klimawandel ist, verdeutlichen auch die zahlreichen Fachveranstaltungen auf der Messe. Auf dem FRUITEC-Symposium, organisiert in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB), wurden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt – von der auf die exakte Bodenschicht abgestimmten Ermittlung des Bewässerungsbedarfs bis zum optimierten Wassereinsatz in der Nachernte. „Wir benötigen sehr viele innovative Lösungen, um in den kommenden Jahren die Ernährung mit frischen Lebensmitteln auch unter veränderlichen Umweltbedingungen zu ermöglichen“, sagt Manuela Zude-Sasse, Group Leader Precision Horticulture beim ATB.