Im Bild: VI.P-Obmann Thomas Oberhofer und Direktor Josef Wielander, Juval-Obmann Alois Alber, Bio-Verkaufsleiter Gerhard Eberhöfer und Juval-Geschäftsführer Peter Stricker - Bild: © Raiffeisenverband Südtirol

Ab der Ernte 2019 wird die Obstgenossenschaft Juval zur zentralen Abpackstätte sämtlicher Bio-Äpfel im Vinschgau. Die Vollversammlung der OG Juval hat vor kurzem die Weichen dafür gestellt. Ein neues Bio-Kompetenzzentrum der Erzeugerorganisation VI.P entsteht.

Bio liegt im Trend – und damit wächst auch der Markt für die Bio-Äpfel aus dem Vinschgau. Dementsprechend entscheiden sich schrittweise immer mehr Apfelbauern für den Anbau nach biologischen Richtlinien: Bereits jetzt nimmt die Bio-Produktion rund 15% der gesamten Anbaufläche im Vinschgau ein.

Abpackanlage ausschließlich für Bio-Äpfel

Aufgrund der steigenden Menge an Bio-Produkten entschieden sich die Mitglieder des Verbandes der Vinschger Produzenten für Obst und Gemüse (VI.P) nun für einen zukunftsweisenden Schritt. „Die bestehende Abpack-Anlage in Kastelbell, am Standort der Mitgliedsgenossenschaft Juval, wird zukünftig ausschließlich für die Bio-Äpfel genutzt“, erläutert Thomas Oberhofer, Obmann der VI.P. So werden ab der Ernte 2019 hier sämtliche Bio-Äpfel aus dem Vinschgau sortiert, verpackt, kommissioniert und verladen.

Absolute Produktsicherheit

Die Sortierung, Verpackung sowie Spedition der Äpfel aus der Integrierten Landwirtschaft, die von den Mitgliedern der Genossenschaft Juval stammen, wird hingegen ausgelagert und erfolgt dann anteilsmäßig an den Standorten der anderen Vinschger Genossenschaften. „Diese Zweiteilung bringt den großen Vorteil mit sich, dass kein Kontaminationsrisiko entsteht. Den Kunden sowie Konsumenten von Bio-Äpfeln kann damit absolute Produktsicherheit gewährleistet werden“, erläutert Gerhard Eberhöfer, Verkaufsleiter des Bereiches Bio in der VI.P. Auch die Sortierung lässt sich effizienter durchführen, da man sich in den einzelnen Standorten alleinig auf Äpfel aus Bio-Produktion beziehungsweise aus Integrierter Produktion konzentrieren kann.

Die OG Juval in Kastelbell wird ab 2019 zum Standort für die Vinschger Bio-Äpfel. Bild: © Raiffeisenverband Südtirol

Synergien für alle schaffen

Die Bio-Verpackungsstätte der Juval schafft in erster Linie zahlreiche Synergien. Die Verpackung von Bio-Äpfeln sowie Äpfeln aus dem Integrierten Anbau an mehreren Standorten wäre zwar organisatorisch umsetzbar, bedeutet jedoch für jede einzelne Genossenschaft einen nicht unterschätzbaren Mehraufwand: Um sauber getrennte Kreisläufe in der Verarbeitung zu garantieren, hätten im gesamten Tale mehr Investitionen getätigt werden müssen. Eine zentrale Bio-Abpackstätte garantiert hingegen Professionalität mit höchstem Standard in der technischen Verarbeitung der Äpfel aus biologischem Anbau.

„Die verantwortlichen Mandatare des Vinschgaus und nicht zuletzt die Mitglieder der Obstgenossenschaft Juval mit dem Obmann Alois Alber, dem gesamten Verwaltungsrat und Geschäftsführer Peter Stricker haben mit dieser Entscheidung absolute Weitsicht bewiesen“, sagt VI.P-Obmann Thomas Oberhofer. „Die Obstgenossenschaft Juval schafft als zukünftiges Bio-Kompetenzzentrum der VI.P Vinschgau einen attraktiven Mehrwert zum Wohle aller!“

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