Obst, Gemüse sowie nun auch Milch an den Südtiroler Schulen

    Schulobst-Programm vorgestellt (v.re.): Amtsdirektor Werth, Gennaro (CREA), Ancarani (Alegra), Cogliano (MIPAAF), Schuldirektorin Giunta. Foto: LPA/mac

    Das EU-weite Programm, durch das gute Ernährungsgewohnheiten gefördert werden, wurde heute (10. Januar) in der Dante-Schule in Bozen vorgestellt.

    Kaki in Schnitten, Mandeln, Haselnüsse und Honig auf einem Teller angerichtet haben heute die Schülerinnen und Schüler der Grundschule „Dante Alighieri“ in der Bozner Sparkassenstraße erhalten. Kindern gesunde Ernährung schmackhaft machen und damit ihre Essensgewohnheiten nachhaltig verbessern: Das ist Ziel des italienweit laufenden EU-Projektes „Frutta e verdura nelle scuole“Obst und Gemüse an den Schulen, an dem Südtirol in diesem Schuljahr zum neunten Mal teilnimmt.

    Erstmals wird nun auch Milch in dieses Schul-Programm aufgenommen, wurde heute bei der Pressekonferenz berichtet. Ende dieses Monats läuft die Frist für die Beteiligung der milchverarbeitenden Betriebe an der Ausschreibung aus. Neben Milch werden danach Joghurt mit frischen Früchten und Weich- und Hartkäse verteilt.

    Neu im Programm sind auch die Erweiterung der Produktpalette und die verstärkte Einbeziehung der Familien. Alle Früchte stammen aus Italien, die Äpfel seit einigen Jahren aus Südtirol; Italien hat beschlossen, keine Bananen in sein Programm aufzunehmen, dafür finden sich etwa gedünstete Kichererbsen.

    Insgesamt werden 33 Mal und damit in nahezu jeder Schulwoche Obst und Gemüse verteilt, in Südtirol an 116 Schulstellen in 644 Klassen an 7752 Schülerinnen und Schüler, berichtet Andreas Werth, Direktor im Landesamt für Landwirtschaftsdienste, der das Programm auf Südtirol-Ebene von Anfang an koordiniert.

    An der heutigen Pressekonferenz nahmen neben Amtsdirektor Werth auch Schuldirektorin Sabine Giunta, Caterina Cogliano vom Landwirtschaftsministerium (Ministero delle Politiche Agricole Alimentari e Forestali MIPAAF), Andrea Ancarani von den Obstgenossenschaften Alegra und Laura Gennaro vom Consiglio per la Ricerca in agricoltura e l’analisi dell’Economia Agraria CREA teil. CREA zeichnet für die Begleitmaßnahmen verantwortlich, dazu zählen die Bewusstseinsbildung durch Ernährungstherapeuten und Besuche von Schule am Bauernhof, Lehr- und Lernmaterial und eigene Thementage.

    Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler, dessen Teilnahme an der Pressekonferenz geplant war, musste kurzfristig absagen, da er heute an der Sitzung der Landwirtschaftskommission als Vorbereitung auf die morgige Staat-Regionen-Konferenz in Rom teilnimmt.