Österreich: Gemüseernte 2017 (Endgültige Ergebnisse)

    An Chinakohl wurden 18.500 Tonnen produziert, was einem Zuwachs von 13% im Vergleich zum niedrigen Vorjahresergebnis entsprach.

    Gemüseernte 2017, 3. Bericht

    Die endgültigen Ergebnisse der Feld- und Gartenbaugemüseernte ergaben eine Gesamterntemenge von 597.800 Tonnen (-3% zu 2016). Trotz Ausweitung der Anbaufläche (+3% zu 2016) fiel die Produktion somit leicht unterdurchschnittlich aus (-3% zum Fünfjahresmittel), da sich die frühsommerlichen Trockenperiode sowie Sturm- und Unwetterschäden ertragsmindernd auswirkten.

    Die Fruchtgemüseernte belief sich auf 158.500 Tonnen (+1% zu 2016), was aufgrund der Flächenzunahme einem überdurchschnittlichen Ergebnis entsprach (+6% zum Fünfjahresmittel). Bei Tomaten wurden 54.300 Tonnen und damit beinahe gleichviel wie 2016 geerntet (-1% zu 2016). Auch Gurken erreichten mit 46.600 Tonnen eine ähnliche Produktion wie im Vorjahr (-2% zu 2016). Bei Paprika hingegen war aufgrund des verstärkten Anbaus mit 15.300 Tonnen ein Erntezuwachs von 9% gegenüber 2016 zu verzeichnen. Dank guter Ertragslage belief sich die Erntemenge von Zuckermais, bei nahezu unveränderter Anbaufläche, auf 14.900 Tonnen (+7% zu 2016). Speisekürbis erzielte, dem langjährigen Trend folgend, durch deutliche Vergrößerung der Kulturfläche (+10%) eine Produktion von 18.500 Tonnen (+5% zu 2016) und bei Zucchini wurde, ebenfalls flächenbedingt, eine Ernte von 6.600 Tonnen (+7% zu 2016) erreicht.

    Die Produktion von Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse fiel unterdurchschnittlich aus (-12% zum Fünfjahresmittel) und blieb mit 134.600 Tonnen auch unter Vorjahresniveau (-5%). An Salat wurden 47.300 Tonnen geerntet, was 3% unter dem Vorjahreswert lag. Bei Kraut belief sich die Erntemenge auf 38.000 Tonnen (-11% zu 2016). An Chinakohl wurden 18.500 Tonnen produziert, was einem Zuwachs von 13% im Vergleich zum niedrigen Vorjahresergebnis entsprach. Die Spinaternte betrug 11.400 Tonnen und fiel damit trotz starker Flächenausweitung (+19%) 11% unter dem Vorjahreswert aus. Hierfür war hauptsächlich die Trockenheit verantwortlich, aber auch der steigende Anteil an ertragsschwächeren Blattspinatsorten im Biosegment wirkt sich zunehmend aus. Spargel hingegen erbrachte gegenüber dem niedrigen Vorjahreswert eine Produktion von 3.000 Tonnen (+18% zu 2016).

    Die Gruppe der Hülsenfrüchte, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten umfasste eine Erntemenge von 304.800 Tonnen (-4% zu 2016). Zwiebeln, die knapp ein Viertel der gesamten Gemüseproduktion stellten, wurden großflächig von Trockenheit und Hagel in Mitleidenschaft gezogen: Mit 144.700 Tonnen fiel die Produktion sowohl deutlich unter Vorjahresniveau (-11%) als auch unter den Fünfjahresdurchschnitt (-11%). Bei Karotten lag der Hektarertrag zwar leicht unter dem Fünfjahresmittel, trotzdem war die Produktion aufgrund des steigenden Flächentrends überdurchschnittlich (+5%) und belief sich auf 97.800 Tonnen (-1% zu 2016). An Zeller wurden, bei leichter Flächenzunahme, 13.400 Tonnen eingebracht (+2% zu 2016). Bei Grünerbsen, welche im Vorjahr – virusbedingt – nur ein niedriges Ertragsniveau erreicht haben, wurde mit 12.400 Tonnen eine deutlich höhere Produktion als im Vorjahr erzielt (+38% zu 2016). Bei Fisolen wurde die Anbaufläche für die Verarbeitungsware in Niederösterreich stark vergrößert, wodurch sich die Produktion gegenüber dem Vorjahr auf 6.200 Tonnen erhöhte (+60%). Durch die beachtliche Flächenzunahme um ein Fünftel wurde bei Kren ebenfalls eine hohe Produktionsmenge von 4.600 Tonnen (+15% zu 2016) erreicht, und auch Knoblauch erzielte auf neuerlich vergrößerter Anbaufläche ein Ernteplus von 6% auf 1.100 Tonnen.

    Download (PDF, 424KB)

    Gemüseernte 2017 Endgültige Ergebnisse

    Quelle: STATISTIK AUSTRIA