MIO – Marktinformation Ost | 28. KW 2017

Das Frühkartoffelangebot aus Deutschland nimmt bei gutem Absatz stetig zu. Importware wird kaum noch gepackt, Restbestände aus Spanien, Portugal und Israel laufen aus. Derzeit dominiert Pfälzer Ware im Packgeschäft. Die Kartoffeln aus der Pfalz sind bei guter Qualität sehr schmackhaft. Frühkartoffeln aus Niedersachsen und aus der Magdeburger Börde werden zunehmend angeboten. DieWare ist inzwischen ausreichend schalenfest. In Vorpommern werden für vorwiegend festkochende Packware aus dem Raum Burgdorf in Niedersachsen 22EUR/dt ab Station gezahlt. Für festkochende und auch bereits für mehligkochende Sorten, wie Lilly, werden 2EUR/dt mehr verlangt.

Das Preisniveau für Pfälzer Frühkartoffeln liegt jenach Region auf vergleichbarem Niveau, teils 2EUR/dt darüber. In der kommenden Woche werden voraussichtlich auch erste regionale Knollen in Brandenburg abgepackt. Versandhändler in Sachsen-Anhalt vermarkten seit zwei Wochen heimische vorwiegend festkochende Knollen aus der Börde. Erste Exportanfragen aus Polen sind eingegangen. Die Feldbestände haben sich gut entwickelt. Die hohe Luftfeuchtigkeit bei teils hohen Temperaturen birgt hohes Infektionspotenzial mit Fäulniserregern.

Die Schälkartoffelpreise bleiben weiterhin stabil. Der Übergang von alter zu neuer Schälrohware ist dieses Jahr fließend ohne Preisänderung für die geschälte Ware. Nach wie vor werden noch alterntige Knollen geschält. Der Stärkegehalt heimischer Frühkartoffeln ist insbesondere auf schweren Böden bei den hohen Niederschlagsmengen der vergangenen Tage nicht immer ausreichend für die Schälung. Die Einkaufspreise für Schälrohware von Frühkartoffeln aus Niedersachsen liegen derzeit zwischen 15 und 21 EUR/dt franco.

Kartoffelpreise und Preisentwicklung im Mittel

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