Die Mirabelle steht im Schatten von Apfel, Kirsche und Zwetschge.

Sie sind gesund, süss, attraktiv – und wenig bekannt: Mirabellen.

Mirabellen sind Nischenfrüchte. Obstproduzenten bauen die gelb-orangen Früchte auf lediglich 7 Hektaren an. Zum Vergleich: Bei den mit den Mirabellen verwandten Zwetschgen sind es über 300 Hektaren, bei Äpfeln gar 3’800 Hektaren. Ältere Personen kennen zwar die gelborange Pflaumenart, bei jüngeren Menschen sind Mirabellen indes wenig bekannt.

Mirabellen sind gesund. Nebst den Vitaminen B und C weisen sie auch einen hohen Kaliumgehalt auf. Dieser Mineralstoff wirkt im Körper entwässernd und senkt den Blutdruck. Mirabellen, die von der Form her Kirschen ähneln, weisen überdies nur wenig Säure auf, was zusammen mit dem hohen Pektingehalt gut für die Verdauung ist. Im Gegensatz zu den Zwetschgen enthalten die Mirabellen mehr Fruchtzucker und somit auch mehr Kalorien. Mirabellen sind nicht nur frisch ein Genuss, sie eignen sich auch zur Herstellung von Schnaps, Likör, Wähen und Konfitüre.

Die Mirabelle ist eine Pflaumenart und gehört wie Apfel, Kirsche und Zwetschge zu den Rosengewächsen. Die Haut der kugelrunden bis leicht ovalen Frucht variiert von grünlich-gelb bis orange-gelb. Das Fruchtfleisch der Mirabellen ist hell, fleischig, ziemlich saftig und sehr süss. Die bekannteste Sorte ist die Mirabelle von Nancy. Ursprünglich von Asien stammend, fand sie im 15. Jahrhundert – angeblich auf Betreiben von König René von Anjou – den Weg nach Frankreich, wo auch heute noch im grossen Stil Mirabellen angebaut werden.