Schweizerischer Aussenhandel

Bern, 12.12.2017 – Jüngst wurde das Thema der Nahrungsmittelimporte rund um die nationale Selbstversorgung politisch debattiert. Die Menge der importierten Nahrungsmittel stieg zwischen 1990 und 2016 von 2 auf 4 Millionen Tonnen, das heißt von 344 auf 490 Kg pro Kopf der Bevölkerung. Die Getränke verzeichneten mit 40 % den größten Wachstumsimpuls.

Mit 10 Milliarden Franken machten die Importe von Nahrungs- und Genussmitteln zwar nur 6 % der Gesamtimporte der Schweiz im Jahr 2016 aus, sind aber für die gesamte Bevölkerung von unmittelbarer Bedeutung. Obwohl die inländische Landwirtschaft durch Zölle und Kontingente geschützt ist, hat die Menge der eingeführten Nahrungs- und Genussmittel seit 1990 um 1,8 Millionen Tonnen zugelegt. Dies entspricht einer Steigerung von 78 %, d. h. dreimal stärker als die Bevölkerung, welche in der gleichen Zeit um 25 % gewachsen ist¹.

Grosse Unterschiede der Wachstumsbeiträge von Produkten

Den höchsten Wachstumsbeitrag lieferten die Importe von Getränken mit 40 %. Diese verdreifachten sich seit 1990 mengenmässig, was einer Zunahme von 73 Liter pro Kopf entspricht. Insbesondere Mineralwasser, welches allein für 22 % der Importsteigerung von Nahrungs- und Genussmitteln verantwortlich war, aber auch gezuckerte Getränke fielen ins Gewicht. Weitere Wachstumsimpulse stammten von Verzehrfertigen Lebensmitteln mit einer Zunahme von 40 Kg pro Kopf. Die stärkste Steigerung verzeichneten hier die Produkte auf Getreidebasis, Back- und Teigwaren, welche sich seit 1990 verfünffachten. Trotz Importzöllen für Agrarprodukte betrug der Wachstumsbeitrag von Gemüsen immerhin noch 9 %. Die Einfuhren stiegen um 14 Kg pro Kopf, wovon Kartoffeln 11 Kg ausmachten. Auch die Früchte leisteten einen Wachstumsbeitrag von 8 %, die Importe von exotischen Früchten (6 %) machten Dreiviertel davon aus und nahmen pro Kopf um 5 Kg zu.


¹Bundesamt für Statistik, Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung (https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/stand-entwicklung.assetdetail.3222018.html )

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