Autor: Bernhard Christanell | Quelle: Südtiroler Bauernbund

Das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO in Bozen veröffentlicht regelmäßig eine Auflistung von Großhandelspreisen für verschiedene Produkte. Mit der Veröffentlichung dieser Preise für die wichtigsten Südtiroler Apfelsorten wollen wir eine Orientierung für die Lage am Apfelmarkt bieten. Die Preise für Januar 2018 sind jetzt verfügbar.

Ein Blick auf die jüngsten Großhandelspreise für den Monat Januar zeigt, dass die Preise weiterhin sehr stabil sind. Im Monat Januar (in der Grafik ganz rechts) hat das WIFO Preise für alle sieben der in Südtirol am verbreitetsten Apfelsorten – Cripps Pink, Fuji, Braeburn, Kanzi, Gala, Red Delicious, Granny Smith und Golden Delicious – erhoben.

Deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr

Die Sorten Cripps Pink, Kanzi, Fuji, Gala und Braeburn konnten im Januar ihre Preise aus dem Vormonat stabil halten, bei den übrigen Sorten gab es nur geringfügige Änderungen. Bei Cripps Pink wurde im Dezember ein Durchschnittspreis von 1,31 €/kg erzielt, im Vergleichsmonat des Vorjahres waren es 1,18 €/kg. Für Kanzi gab es im Durchschnitt 1,12 €/kg (im Vergleich dazu im Januar 2017: 1,00 €/kg), für Fuji 1,03 €/kg (Januar 2017: 0,78 €/kg), für Gala 0,96 €/kg (Januar 2017: 0,69 €/kg), für Golden Delicious 0,94 €/kg (Jan. 2017: 0,52 €/kg), für Braeburn 0,90 €/kg (Jan. 2017: 0,51 €/kg), für Granny Smith 0,84 €/kg (Januar 2017: 0,57 €/kg) und für Red Delicious 0,80 €/kg (Januar 2017: 0,64 €/kg).

Aus der untenstehenden Grafik ist die Entwicklung der Preise seit August 2015 ersichtlich.

Zu den Daten
Das Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) der Handelskammer Bozen veröffentlicht die Großhandelspreise einmal pro Monat. Großhandelspreise sind jene Preise, welche der Großhändler an den Einzelhändler weiterverrechnet – im Falle der Äpfel sind dies also die Preise, welche die Genossenschaften an ihre Kunden verrechnen. Das WIFO gibt dabei für die wichtigsten Südtiroler Apfelsorten die Preise nach Qualitätsstufe und Fruchtgröße getrennt an – und zwar jeweils den Mindestpreis, den Höchstpreis und den Durchschnittspreis. Diese veröffentlichten Preise geben natürlich nicht die oft sehr rasche Preisentwicklung am aktuellen Markt wieder, sondern sind vielmehr eine Orientierung für den Marktverlauf im vorhergehenden Monat. Auch mit den Auszahlungspreisen für die Bauern lassen sich die Preise natürlich nicht direkt vergleichen, weil die Auszahlungen ja immer erst im darauf folgenden Jahr erfolgen.