UNIKA-Mitgliederversammlung 2018:
Stufenübergreifend Antworten auf aktuelle Herausforderungen erarbeiten

„Der Grundgedanke der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e. V. (UNIKA) – gemeinsam stufenübergreifend Lösungen erarbeiten – ist erlebbar und für die Wertschöpfungskette Kartoffeln unverzichtbar.“ Mit diesen Worten beschrieb der Vorstandsvorsitzende der UNIKA, Olaf FEUERBORN, Präsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e. V., das gelebte Selbstverständnis des Branchenverbandes anlässlich der 17. Mitgliederversammlung in Berlin.

Bewährt haben sich die Strukturen und die Arbeitsweise in den Fachkommissionen des Verbandes. Die Fachkommissionen stehen für eine profunde und umfassende Erarbeitung zukunftsorientierter Lösungen und gewährleisten den Transfer der Ergebnisse in die Praxis. Zunehmend setzt der Branchenverband Arbeitsgruppen zur Ergänzung und Unterstützung der etablierten Gremien ein.

„Im Jahr 2018 werden wir die in einem langjährigen Abstimmungs- und Beratungsprozess in einer Arbeitsgruppe erstellten Leitlinie für den integrierten Pflanzenschutz Kartoffeln dem wissenschaftlichen Beirat des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zur Bewertung vorlegen“ kündigte FEUERBORN an. Damit dokumentiert die Kartoffelwirtschaft nachdrücklich, dass sie sich aktiv für einen optimierten Pflanzenschutz, verbunden mit einer Risikominimierung engagiert und sich den Anforderungen angenommen hat.

Aus der Facharbeit der UNIKA Die Vorsitzenden der UNIKA-Fachkommissionen Phytosanitäre Fragen, Pflanzgut, Qualitätssicherung und Handelsfragen sowie Technik sowie der Beiratsvorsitzende der UNIKA präsentierten die im Jahr 2017 erarbeiteten Themen und die erreichten Ziele. Für die Kartoffelwirtschaft betonen alle UNIKA-Fachgremien die Bedeutung der Aufrechterhaltung der Pflanzengesundheit für die gesamte Wertschöpfungskette. Dem Schutz der heimischen Produktionsgrundlage kommt dabei die höchste Priorität zu. Dies erfordert ein vernetztes Handeln und ein interdisziplinäres Zusammenwirken der Experten. Der gesellschaftspolitische Anspruch einer nachhaltigen Wirtschaftsweise ist ein integraler Bestandteil der Landwirtschaft. So werde beispielsweise in der Züchtung seit Jahrzehnten an einer stetigen Verbesserung der Sorten gearbeitet, um effizient mit den Ressourcen umzugehen.

Dr. Andreas SCHÜTTE, Geschäftsführer der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), präsentierte die Struktur und die Arbeit der FNR. Einen besonderen Einblick gab Dr. SCHÜTTE in die Forschungsförderung im Bereich Stärkekartoffeln im Förderprogramm nachwachswende Rohstoffe des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und setzte Impulse für zukünftige Projektansätze. Frau Dr. Carolin von KRÖCHER, Leiterin des Pflanzenschutzamtes der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, erörterte als Gastreferentin das Thema „Wo stehen wir im Pflanzenschutz“. Gemeinsam diskutierten beide Gastreferenten den zukünftigen Handlungsbedarf, um Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu geben.

Die wichtigsten Themen- und Arbeitsschwerpunkte der UNIKA sind in übersichtlicher Form im Jahresbericht 2017 zusammengestellt und um viele weitere Rubriken ergänzt. Diese, gleichzeitig als Geschäftsbericht des Verbandes geltende Publikation ist auf der Homepage der UNIKA (www.unika-ev.de) unter der Rubrik „Veröffentlichungen“ erhältlich