Usbekistan beabsichtigt, einen grünen Korridor für den Export landwirtschaftlicher Produkte in die baltischen Länder zu schaffen, berichtetet die Nachrichtenagentur „EUROPOST“. Dies wird die Transportzeit verderblicher Güter an die Ostseeküste sowie die Kosten für Transport und Zollabfertigung erheblich verkürzen. Darüber hinaus können diese Produkte in Zukunft beispielsweise über lettische Häfen und Verkehrsknoten in die EU-Länder versandt werden.

Usbekistan erarbeitet derzeit die Frage der Öffnung grüner Korridore für Obst und Gemüse mit den Nachbarländern Kirgisistan, Kasachstan und Weißrussland. Dieses Thema wurde bereits in das staatliche Programm „Jahr der Unterstützung von aktivem Unternehmertum, innovativen Ideen und Technologien“ aufgenommen. Die endgültigen Vorschläge zu diesem Thema sollten bis Mitte 2018 vorliegen.

Usbekistan und Russland haben bereits einen grünen Korridor für Obst und Gemüse eingeführt, der ein vereinfachtes Verfahren für die Zollabfertigung vorsieht. Dadurch konnte der Export von heimischen Agrarprodukten nach Russland um ein Vielfaches gesteigert werden. Usbekistan beabsichtigt nun, das jährliche Volumen der Lieferungen von Obst- und Gemüseprodukten nach Russland auf bis zu 1 Mrd. USD zu erhöhen.